In Austin, Texas, ereignete sich ein Vorfall, bei dem ein Beamter der US-Einwanderungsbehörde ICE einen Mann mit Schussverletzungen zurückließ. Laut Bürgermeister Kirk Watson wurde der Verletzte schwer verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert, jedoch befindet er sich nicht in Lebensgefahr. Watson äußerte seinen Unmut über die Situation und bezeichnete es als inakzeptabel, dass Beamte einer Behörde, die für das Recht und die öffentliche Ordnung verantwortlich ist, auf offener Straße auf Menschen feuern.
Der Schuss traf den Mann im Oberkörper. Unklar bleibt, ob die Kugel ihn von vorne oder von hinten verletzte. Berichten zufolge war der Mann zum Zeitpunkt des Vorfalls in seinem Auto. Das Heimatschutzministerium, dem die ICE unterstellt ist, gab an, dass es sich bei dem angeschossenen Mann um einen Venezolaner handelt, der sich illegal im Land aufhielt und nun in Gewahrsam der Bundesbehörden ist. Eine Untersuchung des Vorfalls ist derzeit im Gange. Ähnliche Vorfälle, wie der tödliche Vorfall in Berlin, werfen Fragen zur Vorgehensweise der Behörden auf.
Forderungen nach Transparenz
Die lokale Polizeichefin von Austin, Lisa Davis, schloss sich Watson an und forderte die Einbindung der örtlichen Polizei in die Untersuchung. Watson betonte, dass eine alleinige Untersuchung durch die ICE aus Gründen der Transparenz nicht akzeptabel sei. In den vergangenen Wochen hätten die Aktivitäten der ICE gegen Migranten in Austin deutlich zugenommen.
Proteste und politische Reaktionen
Am Tatort kam es zu sofortigen Protesten gegen das Vorgehen der ICE. Der Abgeordnete Greg Casar, der den Wahlkreis Austin vertritt, verlangte eine umfassende und unabhängige Untersuchung sowie die unverzügliche Veröffentlichung der Bodycam-Videos der beteiligten Beamten. Casar kritisierte die ICE scharf, indem er darauf hinwies, dass die Behörde in der Vergangenheit wiederholt auf Menschen geschossen habe und im Anschluss falsche Informationen verbreitet habe.
Seit seinem Amtsantritt verfolgt US-Präsident Donald Trump einen strikten Kurs gegenüber Migranten ohne gültige Aufenthaltstitel oder mit Vorstrafen. Er fordert Massenabschiebungen und setzt dabei auf die umstrittene ICE, deren Einsätze in den letzten Jahren stark angestiegen sind. Diese Einsätze stehen häufig in der Kritik, besonders nach tödlichen Vorfällen, die in der Vergangenheit zu Rücktritten verantwortlicher Beamter führten. Trotz einer gewissen Mäßigung in den Vorgehensweisen der ICE werden deren Einsätze weiterhin landesweit fortgesetzt.
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Quellen: n-tv, Die Zeit
Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.