Die dramatischen Auswirkungen eines gewaltsamen Übergriffs auf eine Polizeiwache im Norden Pakistans zeigen sich in einer erschreckend hohen Zahl an Todesopfern. Nach Angaben eines hochrangigen Polizeibeamten sind bei der Explosion sowie den anschließenden Schusswechseln mindestens 31 Menschen ums Leben gekommen, darunter 16 Angehörige der Polizei. Diese Informationen wurden am Samstag bekannt gegeben.
Details des Vorfalls
Der Übergriff ereignete sich am Freitagnachmittag in Kohat, einer Stadt in der Provinz Khyber Pakhtunkhwa. Der Polizeibeamte berichtete, dass sich mehrere Angreifer weiterhin in dem Polizeigebäude aufhalten. „Der Schusswechsel mit ihnen dauert seit dem späten gestrigen Abend an“, erklärte der Beamte und fügte hinzu, dass die genaue Anzahl der Angreifer gegenwärtig unklar sei.
Verantwortung für den Angriff
Eine lokale Miliz, die Verbindungen zu den pakistanischen Taliban hat, hat die Verantwortung für den Angriff übernommen. Vorher hatte bereits Pakistans Präsident Asif Ali Zardari die Taliban für die Tat verantwortlich gemacht. Zardari erklärte, dass die „vollständige Eliminierung“ dieser Gruppierung und der „Terroristen, die mit ausländischer Unterstützung agieren, unerlässlich“ sei.
Hintergrund und Spannungen
Pakistan macht seit längerem Kämpfer der Tehreek-e-Taliban Pakistan (TTP), die oft aus Afghanistan operieren, für derartige Anschläge verantwortlich. Die Taliban-Regierung in Afghanistan weist jegliche Beteiligung zurück. Diese Vorwürfe haben zu erheblichen Spannungen und bewaffneten Konflikten zwischen den beiden Nachbarstaaten geführt. Berichten der UN zufolge sind bei pakistanischen Luftangriffen im Juni in Afghanistan zahlreiche Zivilisten ums Leben gekommen. Ein Beispiel für die Tragik solcher Vorfälle ist das Schulmassaker auf den Philippinen, das drei Menschenleben forderte, während auch Schüsse bei einem Rave-Event in der Schweiz Verletzte forderten, darunter auch Deutsche.
Schuldrama auf den Philippinen: Drei Tote, der Schütze ebenfalls unter den Opfern
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Quellen: sn
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