In Frankreich wurden zahlreiche Mitglieder eines Großfamilienclans verurteilt, weil sie ihre Kinder, darunter auch eigene, systematisch im Disneyland Paris zum Stehlen einsetzten. Diese Verurteilungen umfassen sowohl Freiheitsstrafen als auch Geldbußen und betreffen die als Hamidovic-Clan bekannte Gruppe.
Urteile und Konsequenzen
Die Urteile wurden gefällt, nachdem ermittelt wurde, dass die Kinder täglich bis zu 25.000 Euro von ahnungslosen Touristen erbeutet hatten. Das Familienoberhaupt, 48 Jahre alt, erhielt eine Haftstrafe von acht Jahren sowie eine Geldbuße von 500.000 Euro. Seine Frau wurde zu sechs Jahren Gefängnis und einer Geldstrafe von 300.000 Euro verurteilt. Zudem erhielten die volljährigen Söhne und weitere Verwandte Strafen von fünf bis sieben Jahren.
Einblick in die Rolle der Kinder
Das Gericht stellte fest, dass die Angeklagten Minderjährige unter Androhung von Gewalt zum Stehlen anstifteten. Diese Kinder wurden in Gruppen an verschiedene Orte gebracht, einschließlich des Disneyland, des nahegelegenen Bahnhofs und des Flughafens Charles de Gaulle. Die Staatsanwaltschaft wies darauf hin, dass die Angeklagten die Kinder als Werkzeug zur Straffreiheit missbrauchten.
Ursachen der Straftaten
Die Staatsanwaltschaft betonte, dass einige Angeklagte selbst in ihrer Kindheit zum Stehlen gezwungen wurden, was eine Spirale auslöste, in der die Kinder von Opfern zu Tätern wurden. Bereits in den Jahren 2013 und 2025 gab es gegen andere Familienmitglieder ähnliche Prozesse wegen Menschenhandels.
Finanzielle Aspekte der Taten
Die Ermittlungen zeigten, dass die Kinder im Durchschnitt täglich 25.000 Euro erbeuteten, die sie an ihre erwachsenen Familienmitglieder übergaben. Diese Mitglieder lebten einen auffälligen Lebensstil, der sich in der Nutzung von Online-Diensten mit Geldbündeln sowie Besuchen in Spielcasinos, Luxushotels und gehobenen Restaurants äußerte.
Folgen für die Kinder
Die betroffenen Kinder waren während des Prozesses nicht anwesend, und einige von ihnen wurden inzwischen in Pflegefamilien untergebracht. Während die Angeklagten die Vorwürfe vor Gericht zurückwiesen, wurde die Beweislage als erdrückend angesehen.
Quellen: n-tv, Tagesspiegel
Bildquelle: Bildquelle: Toni Pomar auf Unsplash
Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.