Im Bezirk Rasuwa, Nepal, hat eine verheerende Sturzflut eine Tragödie ausgelöst, deren Ursachen noch unklar sind. Experten hegen den Verdacht, dass ein Gletscherabbruch möglicherweise für die Katastrophe verantwortlich ist, wobei auch der Klimawandel als relevanter Faktor in Betracht gezogen wird.
Die Flut ereignete sich am Mittwochmorgen gegen 9 Uhr Ortszeit. Innerhalb kürzester Zeit stiegen die Wassermengen im Gebiet des Bhote-Koshi-Flusses dramatisch an. Berichten zufolge überflutete die Flut die Ufer des Flusses und ergoss sich in den Trishuli-Fluss. Hydrologische Messungen belegen die außergewöhnliche Geschwindigkeit und Kraft der Flutwelle, die zu einem Anstieg des Wasserstands um bis zu neun Meter innerhalb von nur 30 Minuten führte.
Die Konsequenzen der Flut waren katastrophal: Ganze Dörfer im Grenzgebiet zu Tibet wurden von Schlamm- und Wassermassen überrascht und überflutet. Die Zerstörung umfasste 40 Kilometer Autobahn und 19 Brücken. Die Zahl der Todesopfer ist auf 270 angestiegen, während unter den 1500 Vermissten auch acht Deutsche zu finden sind. Fast 1500 Menschen werden weiterhin vermisst.
Gletscherabbruch als mögliche Ursache der Katastrophe
Die genauen Umstände, die diese Katastrophe verursachten, sind noch nicht abschließend geklärt. Am Mittwochmorgen brach Berichten zufolge ein großer Eisblock von einem Gletscher ab und fiel mehrere hundert Meter in die Tiefe. Dies könnte eine Lawine aus Eis und Geröll ausgelöst haben, die zur Flutwelle führte. Satellitenaufnahmen zeigen, dass ein Gletscher in einer Höhe von 5200 Metern östlich des Gyirong-Grenzübergangs zwischen China und Nepal kollabierte. Der Gletscher soll mehr als einen Kilometer weit in das Tal gestürzt sein. Experten vermuten, dass die zuletzt vorherrschenden warmen Temperaturen in der Region zur Entstehung dieses Ereignisses beigetragen haben.
Anfangs wurde angenommen, dass ein Erdbeben der Stärke 4,4 die Katastrophe verursacht hatte. Die US Geological Survey (USGS) stellte jedoch fest, dass die seismischen Erschütterungen durch den Gletscherabbruch und die damit verbundene Geröllablagerung hervorgerufen wurden. Ein tatsächliches Erdbeben fand nicht statt.
Frühere Überflutungen und deren Ursachen
In der Vergangenheit gab es bereits schwere Überflutungen in Nepal. Zum Beispiel führte im Juli 2016 der Bruch eines Gletschersees zu erheblichen Schäden, als mehr als 100.000 Tonnen Wasser plötzlich talwärts stürzten. Ein ähnliches Ereignis ereignete sich im vergangenen Jahr am Grenzübergang Gyirong, der nun erneut betroffen ist, dieses Mal durch den Ausbruch eines Gletschersees. Für die aktuelle Katastrophe wird jedoch angenommen, dass der Gletschersee zu wenig Wasser führte, um die Flut zu erklären. Die Experten sind sich über die genauen Ursachen der verheerenden Zerstörungen im Himalaya-Gebirge bislang uneinig.
Unzureichende Erklärungen für die Intensität der Flut
Der Klimawandel und die globale Erwärmung könnten eine Rolle bei der Entstehung der Flut gespielt haben. Der Geomorphologe Dan Shugar hebt hervor, dass die geologischen Bedingungen entscheidend sein könnten. Eisbrocken, die aus großer Höhe fallen, können in kurzer Zeit große Wassermengen erzeugen und verheerende Fluten auslösen. Dennoch reicht das, was bisher bekannt ist, nicht aus, um das Ausmaß der Katastrophe zu erklären. Shugar betont, dass die Menge des Wassers im Verhältnis zum abgebrochenen Eis zu hoch erscheint, weshalb zusätzliche Faktoren in die Analyse einbezogen werden sollten. Warum die Sturzflut im Himalaja das Land in eine Krise stürzt.
Die kommenden Monate werden entscheidend sein, um die genauen Ursachen und Hintergründe dieser Katastrophe zu erforschen und zu klären.
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Quellen: Focus, tagesschau
Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.