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Kosovos ehemaliger Staatschef in Den Haag zu 25 Jahren Haft für Kriegsverbrechen verurteilt

Hashim Thaçi, ehemaliger Präsident des Kosovo, wird in Den Haag wegen Kriegsverbrechen zu 25 Jahren Haft verurteilt. Das Gericht bestätigt seine Verantwortung für Folter und Mord während des Kosovokriegs. In Pristina zeigen Tausende Solidarität mit ihm und seinen Mitangeklagten.

Kosovos ehemaliger Staatschef in Den Haag zu 25 Jahren Haft für Kriegsverbrechen verurteilt
Estonian Foreign Ministry via Wikimedia Commons (CC BY 2.0)

Urteil gegen den ehemaligen Präsidenten des Kosovo

Am Mittwoch wurde Hashim Thaçi, der frühere Präsident des Kosovo, in Den Haag vom Kosovo-Sondertribunal zu einer 25-jährigen Freiheitsstrafe verurteilt. Dieses Gericht, das seinen Sitz in den Niederlanden hat, kam zu dem Schluss, dass Thaçi für zahlreiche Verbrechen, darunter „rechtswidrige Festnahme, Folter, Mord und grausame Behandlung“, verantwortlich ist.

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Solidarität im Kosovo für Thaçi

Tausende Menschen im Kosovo haben in den Tagen vor der Urteilsverkündung ihre Unterstützung für den ehemaligen KLA-Anführer demonstriert. In Pristina versammelten sich große Menschenmengen mit roten und schwarzen albanischen Flaggen. In der Stadt wurden zahlreiche Porträts von Thaçi sowie von drei weiteren ehemaligen KLA-Kommandeuren – Kadri Veseli, Rexhep Selimi und Jakup Krasniqi – sichtbar präsentiert. Eine große digitale Uhr zählte die verbleibende Zeit bis zur Urteilsverkündung herunter.

Vorwürfe und rechtliche Folgen

Die vier Angeklagten genießen in den Augen vieler Kosovaren den Status von Nationalhelden und bestreiten die gegen sie erhobenen Vorwürfe entschieden. Die Staatsanwaltschaft hatte zunächst eine Höchststrafe von 45 Jahren für Thaçi und seine Mitangeklagten beantragt. Ihnen wird vorgeworfen, während des Kosovokriegs von 1998 bis 1999 politische Gegner sowie Zivilisten, die sie als Kollaborateure oder Verräter ansahen, verfolgt zu haben. Neben den Kriegsverbrechen wurden auch Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeführt. Thaçi selbst hat alle Vorwürfe mit Nachdruck zurückgewiesen.

Thaçis Rolle im Kosovokrieg

Die Lebensgeschichte von Hashim Thaçi ist untrennbar mit dem Unabhängigkeitskampf des Kosovo verknüpft. Nach seiner Rückkehr aus dem Exil in der Schweiz schloss er sich dem Widerstand gegen die serbischen Truppen an. Während des Krieges erhielt er aufgrund seiner Fähigkeit, den serbischen Sicherheitskräften zu entwischen, den Spitznamen „The Snake“ – „die Schlange“. Nach dem Konflikt wurde er als politischer Direktor der Kosovo-Befreiungsarmee zu den Friedensgesprächen in Frankreich eingeladen und begann eine politische Laufbahn, die ihn bis zum Präsidenten des Kosovo führte.

Weitere rechtliche Schritte gegen Thaçi

Das Urteil gegen Thaçi ist jedoch nur ein Teil seiner rechtlichen Herausforderungen. Ein weiteres Verfahren, das sich mit der Einschüchterung von Zeugen befasst, befindet sich bereits in der Pipeline und soll noch in diesem Monat beginnen.

Kontext des Kosovokriegs

Der Kosovokrieg, der zwischen 1998 und 1999 stattfand, forderte rund 13.000 Menschenleben, wobei die Mehrheit der Opfer ethnische Albaner waren. Eine 78-tägige NATO-Luftkampagne gegen serbische Truppen führte zur Beendigung der Kämpfe. Etwa eine Million Kosovo-Albaner wurden infolge des Konflikts aus ihrer Heimat vertrieben. Im Jahr 2008 erklärte der Kosovo seine Unabhängigkeit von Serbien – ein Schritt, der bis heute von Belgrad nicht anerkannt wird. Die Beziehungen zwischen beiden Ländern bleiben entsprechend angespannt.


Quellen: Bild, Die Zeit

Bildquelle: Estonian Foreign Ministry via Wikimedia Commons (CC BY 2.0)

Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.

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