In der gegenwärtigen Sommerhitze, die Nordkorea mit ungewöhnlich hohen Temperaturen belastet, erweist sich die staatliche Empfehlung als bemerkenswert. Statt erfrischender Kühle werden den Bürgern heiße Speisen nahegelegt, was in anderen Kulturen kaum vorstellbar wäre.
Staatliche Empfehlungen in der Hitze
Bei Temperaturen, die bis zu 42,5 Grad Celsius erreichen, propagieren die nordkoreanischen Staatsmedien Hundefleischsuppe und Ginsengbrühe als geeignete Nahrungsmittel. Der Arzt, der in der staatlichen Zeitung Rodong Sinmun zitiert wird, hebt hervor, dass Hundefleischsuppe „vorteilhaft“ für die Nährstoffversorgung sei. Darüber hinaus empfiehlt die staatliche Nachrichtenagentur KCNA auch eine traditionelle Samgyetang-Suppe, die aus Hühnchen und Ginseng zubereitet wird.
Besondere Eigenschaften von Ginseng
In den Berichten wird die „unvergleichliche medizinische Wirkung“ des Ginsengs aus der Grenzstadt Kaesong betont. Diese wird auf die „besondere Boden- und Wasserqualität sowie die einzigartige Anbaumethode“ in der Region zurückgeführt. Die nordkoreanische Kultur sieht es als gesundheitsfördernd an, in der heißesten Zeit des Jahres heiße Speisen zu konsumieren.
Traditionen im Vergleich
Sowohl die Empfehlungen des nordkoreanischen Staates als auch die traditionelle Esskultur stehen im Kontrast zu anderen asiatischen Ländern, wo oft kühlende Gerichte wie Wintermelonensuppe bevorzugt werden. Hundefleisch galt in der Vergangenheit auch in Südkorea als Delikatesse, jedoch tritt im kommenden Februar ein Verbot für den Verzehr von Hundefleisch in Kraft.
Auswirkungen der Hitzewelle
Momentan leidet die koreanische Halbinsel unter extremen Temperaturen, die in der letzten Woche mehrfach neue Rekorde aufstellten. Experten weisen darauf hin, dass Nordkorea, aufgrund seiner internationalen Isolation, schlecht auf solche Hitzewellen vorbereitet ist. Laut dem Welternährungsprogramm sind mehr als 40 Prozent der 26 Millionen Einwohner des Landes unterernährt und kämpfen mit der Lebensmittelversorgung.
Quellen: n-tv
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