In der letzten Woche veröffentlichte die NATO einen Bericht über einen drastischen Anstieg der Alarmstarts von Kampfflugzeugen an der Ostflanke des Bündnisses im Juli 2026. Die sogenannten „Alpha-Starts“ nahmen dabei im Vergleich zum Juli 2025 um mehr als 250 Prozent zu. Überraschenderweise herrscht seit dieser Mitteilung eine auffällige Ruhe im Luftraum.
Die alarmierenden Zahlen zu den Alarmstarts, die zur Identifizierung und Abfangung verdächtiger Luftfahrzeuge vorgenommen werden, wurden über den WhatsApp-Kanal der NATO kommuniziert. In der darauffolgenden Woche wurde jedoch kein einziges russisches Flugzeug im NATO-Luftraum gesichtet.
Der Anstieg der Alarmstarts war eine Reaktion auf die zunehmenden Aktivitäten der russischen Luftstreitkräfte. Häufig operierten russische Militärflugzeuge, wie Aufklärungsflugzeuge des Typs „Il-20“ und Kampfflugzeuge vom Typ „Su-24“, in der Nähe des NATO-Luftraums. Diese Maschinen übermittelten keine Flugpläne und hatten teilweise ihre Transponder abgeschaltet. Dadurch sah sich die NATO gezwungen, mehrfach Kampfflugzeuge in die Luft zu schicken, um diese Flugzeuge zu identifizieren oder gegebenenfalls abzufangen.
Ein Schwerpunkt der russischen Luftaktivitäten lag in der Ostsee. In Reaktion darauf setzten die Polen eigene Kampfflugzeuge ein. Das polnische Verteidigungsministerium berichtete von einem paarweisen Einsatz von Jets, um auf massive russische Raketen- und Drohnenangriffe auf die Ukraine sowie auf russische Luftaktivitäten in der Nähe des eigenen Luftraums zu reagieren. Selenskyj erklärt Ursprung des Raketenmangels in der Ukraine und fordert internationale Unterstützung.
Zusätzlich intensivierten auch andere NATO-Staaten ihre Luftüberwachung in der Region. Italienische Eurofighter, die vorübergehend in Litauen stationiert sind, konnten russische Su-24-Bomber abfangen, die über der Ostsee nahe der NATO-Grenzen flogen. Nordkoreas Raketen für Russland: Bedenken hinsichtlich der Präzision aufgetaucht.
Die Lage war besonders angespannt in Rumänien. Am 24. Juli stiegen zwei rumänische F-16 und zwei italienische Eurofighter unter NATO-Kommando auf, als eine Drohne in den rumänischen Luftraum eindrang. Nach dem Grenzübertritt wurde der Einsatz von Waffen genehmigt, und die Drohne wurde abgeschossen. In den darauffolgenden Tagen schossen rumänische F-16 zwei weitere Drohnen ab, die den rumänischen Luftraum verletzt hatten. Diese Ereignisse führten zu einer außergewöhnlichen Häufung bewaffneter Abfang- und Abwehreinsätze an der Ostflanke des Bündnisses.
Die NATO erklärte, dass Russland die volle Verantwortung für diese Luftraumverletzungen trage. Diese Vorfälle seien sowohl gefährlich als auch inakzeptabel und zeigten, dass Russland zunehmend bereit sei, Risiken einzugehen. Der plötzliche Rückgang der russischen Luftaktivitäten wirft Fragen auf und lässt Raum für Spekulationen über die möglichen Gründe, die Wladimir Putin dazu veranlassen könnten, seine Kampfjets zurückzuhalten. Diese Entwicklungen machen jedoch die gestiegenen Anforderungen an die NATO-Luftverteidigung an der Ostflanke deutlich. US-Geheimdienste warnen: Putin plant möglicherweise begrenzte Angriffe auf NATO-Staaten.
Putin warnt vor Gegenmaßnahmen für Angriffe auf russische Handelsschiffe
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Quellen: Bild, Merkur
Bildquelle: Alex Beltyukov via Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)
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