E10 als günstige Tankalternative: ADAC gibt Empfehlungen
In Anbetracht der steigenden Spritpreise in Deutschland hat der ADAC Autofahrern empfohlen, auf E10 umzusteigen. Der Hintergrund dieser Empfehlung ist, dass der herkömmliche Kraftstoff Super E5 in vielen Fällen weniger wirtschaftlich ist. Die Experten des Automobilclubs weisen darauf hin, dass fast alle Fahrzeuge mit Ottomotor problemlos E10 nutzen können. Dennoch bleibt die Akzeptanz von E10 in Deutschland hinter den Erwartungen zurück, was die Experten als unbegründete Besorgnis über mögliche Motorschäden deuten.
Laut dem Verband der Automobilindustrie sind beeindruckende 99 Prozent der in Deutschland zugelassenen Benzinfahrzeuge für die Nutzung von E10 ausgelegt. Obwohl E10 einen höheren Anteil an Bioethanol aufweist, was zu einem leichten Rückgang des Energiegehalts pro Liter führt und den Verbrauch geringfügig erhöht, ist der Preisunterschied zwischen E5 und E10 oft so erheblich, dass sich der Wechsel finanziell lohnt. Schon bei einer Differenz von drei Cent pro Liter erweist sich E10 als die bessere Wahl, wobei die tatsächlichen Unterschiede häufig bei sechs Cent liegen. Aktuell sind die E10-Preise auf einem historischen Hoch.
Optimale Tankzeiten und Preisschwankungen
Der Zeitpunkt des Tankens ist nicht zu unterschätzen, wenn es um die Kraftstoffpreise geht. Eine Analyse von über 14.000 Tankstellen hat gezeigt, dass es innerhalb eines Tages markante Preisschwankungen gibt. Im Fall von Super E10 kann der Preisunterschied zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Zeitpunkt im Durchschnitt fast 15 Cent pro Liter betragen. Bei Diesel sind es sogar über 18 Cent. Autofahrer, die zu den richtigen Zeiten zur Tankstelle fahren, können bei einer 50-Liter-Füllung Kosten in Höhe mehrerer Euro sparen.
Diese Preisschwankungen sind teilweise das Ergebnis einer staatlichen Preisregelung. Diese erlaubt es Tankstellen, ihre Preise lediglich einmal täglich um 12 Uhr zu erhöhen. Nach dieser Uhrzeit sind nur Senkungen oder gleichbleibende Preise möglich. Diese Regel führt dazu, dass Mineralölkonzerne häufig mit Risikoaufschlägen reagieren, was letztlich die Preisgestaltung beeinflusst. Die Ölpreise sind ebenfalls auf Rekordniveau.
Günstigste Zeiten fürs Tanken
Der ADAC empfiehlt Autofahrern, am späten Nachmittag zu tanken, da die Preise nach dem Anstieg um 12 Uhr in der Regel wieder sinken. Ab etwa 17:30 Uhr liegen die Preise oftmals unter dem Tagesdurchschnitt, was das Tanken etwas preiswerter macht. Obgleich die Preise zu diesem Zeitpunkt weiterhin hoch sein können, stellt dies eine Möglichkeit dar, um Kosten zu minimieren.
Angesichts der aktuellen Marktentwicklungen, insbesondere nach dem Wiederaufflammen des Irankriegs, haben die Preise für Super E10 einen neuen Höchststand erreicht. Der Preis für einen Liter E10 hat den bisherigen Rekord von 2,203 Euro aus dem März 2022 übertroffen und liegt nun im bundesweiten Durchschnitt bei 2,215 Euro. Für eine 50-Liter-Füllung E10 müssen Autofahrer derzeit 110,75 Euro aufbringen, was die Wichtigkeit von Preisbewusstsein und der Wahl des richtigen Zeitpunkts beim Tanken verdeutlicht. Zudem übertrifft Super E10 den Preisrekord.
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Quellen: t-online, Bild
Bildquelle: 7C0 via Wikimedia Commons (CC BY 2.0)
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