Ab sofort dürfen Fahrzeuge, die mit einem E-Kennzeichen ausgestattet sind, ohne die grüne Umweltplakette in deutsche Umweltzonen einfahren. Der Bundesrat hat diese Entscheidung am 25. September 2026 getroffen.
Einblick in die neue Regelung
Bislang mussten auch Elektroautos eine grüne Plakette an der Windschutzscheibe vorweisen, um in Umweltzonen fahren zu dürfen. Zukünftig wird das E im Nummernschild als genügendes Zeichen gelten. Diese Regelung erstreckt sich nicht nur auf Elektroautos, sondern auch auf Plug-in-Hybride mit einem E-Kennzeichen. Fahrzeuge ohne diese Kennzeichnung sind weiterhin verpflichtet, die grüne Umweltplakette zu nutzen.
Wann tritt die neue Regelung in Kraft?
Die Kosten für die grüne Umweltplakette schwanken zwischen fünf und 20 Euro, abhängig von der jeweiligen Ausgabestelle. Bisher mussten Fahrzeughalter diese Plakette erneut erwerben, wenn sie ihr Kennzeichen wechselten oder die Windschutzscheibe austauschten. Mit dem Inkrafttreten der neuen Regelung können Halter die grüne Plakette entfernen, sofern ihr Fahrzeug über ein E-Kennzeichen verfügt.
Der genaue Zeitpunkt, an dem diese Regelung in Kraft tritt, ist noch nicht festgelegt. Zunächst muss sie im Bundesgesetzblatt veröffentlicht werden. Erfolgt dies noch im September, wird die Regelung am 1. Oktober 2026 wirksam. Sollte die Veröffentlichung zwischen Oktober und Dezember stattfinden, verschiebt sich der Beginn auf den 1. Januar 2027. Die Bundesregierung schätzt, dass durch den Wegfall der Pflicht eine jährliche Entlastung von über sechs Millionen Euro für Fahrzeughalter und die Verwaltung erzielt wird.
Bestandsschutz der Umweltzonen
Die Einführung der Umweltplakette im Jahr 2007 hatte das Ziel, Fahrzeuge nach ihren Schadstoffemissionen zu klassifizieren und so den Zugang zu Umweltzonen zu regeln. In der Regel ist für die Einfahrt in diese Zonen eine grüne Plakette erforderlich. Die neue Regelung stellt eine Ausnahme dar, ohne dass sich an den bestehenden Umweltzonen oder an den Anforderungen für Benzin- und Dieselfahrzeuge etwas ändert.
Diese Maßnahme ist Teil eines umfassenden Pakets der Bundesregierung, das über zehn verschiedene Entlastungen umfasst, darunter Erleichterungen bei Genehmigungsverfahren und Berichtspflichten. Insgesamt wird eine Entlastung von etwa 600 Millionen Euro jährlich für das gesamte Paket angestrebt.
Zusammenfassung
Künftig wird für Fahrzeuge mit einem E-Kennzeichen das Nummernschild als Nachweis für die Einfahrt in Umweltzonen ausreichend sein. Diese Regelung hat der Bundesrat genehmigt. Bis zur endgültigen Umsetzung bleibt die grüne Plakette jedoch weiterhin erforderlich.
Quellen: auto-motor-und-sport, Handelsblatt
Bildquelle: Von Frank M. Rauch – Eigenes Werk (Originaltext: eigene Aufnahme), CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=45181201
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