„Ich habe Angst um mein Leben“, äußerte ein Zeuge nach einem Vorfall am Münchner Ostbahnhof, bei dem ein 32-jähriger Mann zwei andere Personen angegriffen hat. Der Vorfall ereignete sich am Donnerstagabend, dem 3. September, als der Beschuldigte, ein afghanischer Staatsangehöriger, gegen 21 Uhr einen 55-jährigen Mann mit spanischer Staatsbürgerschaft im Zwischengeschoss des Bahnhofs unvermittelt angriff.
Details des Vorfalls
Der 55-Jährige, der aus dem Landkreis München stammt, alarmierte daraufhin die Bundespolizei. Ein weiterer Zeuge, dessen Identität bislang unbekannt ist, hielt den Angreifer bis zum Eintreffen der Polizeibeamten fest und entfernte sich anschließend. Ähnliche Vorfälle, wie der Streit um Beziehung führt zu Eskalation – 20-Jährige vor Gericht in München, zeigen, wie schnell solche Situationen eskalieren können.
Reaktion der Bundespolizei
Bei der Ankunft der Bundespolizisten zeigte sich der 32-Jährige äußerst aggressiv und widersetzte sich der Festnahme. Während der polizeilichen Maßnahmen beleidigte er die Beamten und drohte ihnen mit dem Tod. Ein Polizist zog sich bei den Auseinandersetzungen eine leichte Verletzung zu, blieb jedoch dienstfähig. Der 55-Jährige blieb unverletzt, während der 41-Jährige eine leichte Gesichtsverletzung erlitt.
Alkoholisierung und Drogen
Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab bei dem Beschuldigten einen Wert von 1,67 Promille. Zudem fiel ein Drogenschnelltest positiv aus. Die Staatsanwaltschaft München I ordnete für den folgenden Tag die Vorführung des Mannes beim Haftrichter an. Solche Vorfälle sind nicht selten, wie die körperliche Auseinandersetzung am Bahnhof Pressig-Rothenkirchen zeigt.
Ermittlungen und Zeugenaufruf
Die Bundespolizei hat Ermittlungen gegen den in Deutschland wohnsitzlosen Mann eingeleitet. Die Vorwürfe umfassen Körperverletzung, Bedrohung, Beleidigung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte sowie unerlaubten Aufenthalt. Die Polizei bittet den unbekannten Zeugen, der den Beschuldigten festhielt, sich unter der Telefonnummer 089 / 515550-0 bei der Bundespolizeiinspektion München zu melden. Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich, als ein aggressiver Mann in Lokführerkabine eindrang und festgenommen wurde.
Die Bundespolizeiinspektion München ist verantwortlich für die Gefahrenabwehr und Strafverfolgung im Bereich der Deutschen Bahn und betreut das größte deutsche S-Bahnnetz mit über 210 Bahnhöfen und Haltepunkten. Der Zuständigkeitsbereich umfasst auch drei der vier größten Bahnhöfe in Bayern.
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Quellen: presseportal, Tagesspiegel, tz
Bildquelle: Foto: Presseportal.de
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