„Wir nehmen die Bekämpfung von grenzüberschreitender Kriminalität und illegaler Migration sehr ernst“, erklärte ein Sprecher der Bundespolizei.
Bundespolizei entdeckt Ausweisbetrug und schiebt Rumänen ab
Am Mittwoch, dem 23. September, wurde ein Rumäne, der illegal nach Deutschland eingereist war, von der Bundespolizei bei Achberg an der BAB 96 aufgegriffen. Der Mann, der bereits mit einer Wiedereinreisesperre belegt war, versuchte, sich mit einem Handyfoto einer fremden Identitätskarte auszuweisen. Die Beamten stellten ihm nicht nur einen offenen Strafbefehl aus, sondern schoben ihn noch am selben Tag nach Österreich zurück.
Details des Vorfalls
In den frühen Morgenstunden hielten Lindauer Bundespolizisten ein Fahrzeug mit britischer Zulassung an, das über den Grenzübergang Hörbranz in Deutschland eingereist war. Im Auto befanden sich zwei rumänische Männer. Der 52-jährige Fahrer konnte sich ordnungsgemäß ausweisen, während der 58-jährige Beifahrer lediglich ein Foto eines Ausweises auf seinem Handy vorzeigte. Die Beamten waren skeptisch, ob der Beifahrer tatsächlich der Ausweisinhaber war.
Bei einer Durchsuchung der Geldbörse, die der Beifahrer zunächst nicht herausgeben wollte, entdeckten die Polizisten den echten Ausweis des Mannes. Bei der anschließenden Fahndungsüberprüfung stellte sich heraus, dass beide Männer wegen verschiedener Diebstahlsdelikte polizeibekannt waren.
Wiedereinreisesperre und Strafbefehl
Gegen den Beifahrer lag seit Oktober 2020 ein Einreise- und Aufenthaltsverbot für Deutschland vor, das bis April 2028 gültig ist. Er war im April 2021 aus der Strafhaft nach Rumänien abgeschoben worden. Zudem gab es eine Aufenthaltsermittlung der Staatsanwaltschaft Passau zur Strafvollstreckung. Der Mann war bereits im Jahr 2024 auf der BAB 3 trotz der bestehenden Wiedereinreisesperre aufgegriffen worden. Infolgedessen hatte das Amtsgericht Passau Anfang 2025 einen Strafbefehl in Höhe von fast 1.600 Euro wegen eines Verstoßes gegen das Freizügigkeitsgesetz erlassen, den die Lindauer Bundespolizisten ihm nun überreichten.
Rechtliche Konsequenzen
Der Beifahrer muss sich nun wegen Ausweismissbrauchs verantworten. Darüber hinaus wurde er wegen unerlaubter Einreise und unerlaubten Aufenthalts angezeigt. Der Fahrer, der 52-Jährige, erhielt eine Anzeige wegen Beihilfe zu diesen Vergehen, durfte jedoch seine Fahrt fortsetzen.
Die Bundespolizei verhängte gegen den 58-jährigen Rumänen ein vierjähriges Einreise- und Aufenthaltsverbot und schob ihn am Mittag nach Österreich zurück.
Aufgaben der Bundespolizeiinspektion Kempten
Die Bundespolizeiinspektion Kempten ist für die Sicherheit an der Schengen-Binnengrenze zu Österreich verantwortlich und schützt auf 220 Grenzkilometern zwischen Bodensee und Ammergebirge vor grenzüberschreitender Kriminalität und irregulärer Migration. Zudem sorgt sie auf 560 Streckenkilometern und 91 Bahnhöfen für die Sicherheit des Bahnverkehrs und der Reisenden.
Der Zuständigkeitsbereich umfasst die Landkreise Landsberg am Lech, Lindau, Ober-, Ost-, Unterallgäu und Weilheim-Schongau sowie die kreisfreien Städte Kaufbeuren, Kempten und Memmingen.
Weitere Informationen zur Bundespolizei sind unter www.bundespolizei.de oder über die oben genannte Kontaktadresse erhältlich.
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Quellen: presseportal, tz
Bildquelle: Foto: Presseportal.de
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