Am Wochenende des 12. und 13. September 2026 führte die Bundespolizei am Grenzübergang Kiefersfelden Kontrollen durch, bei denen sie auf einen Mann ohne Einreisedokumente stießen. Die Überprüfung seiner Personalien im Fahndungssystem ergab sieben Einträge. Für den 34-jährigen Algerier endete die Reise an diesem Punkt. Zwei weitere Landsmänner, die ebenfalls ohne Ausweise unterwegs waren, wurden ebenfalls betroffen. Während einer von ihnen das Land verlassen musste, wurden die anderen beiden am Sonntag inhaftiert.
Im Rahmen der Grenzkontrollen überprüften die Beamten die Passagiere eines Fernreisebusses und entdeckten drei Algerier ohne gültige Ausweisdokumente. Bei der Abfrage im Polizeicomputer stellte sich heraus, dass gegen einen der Männer, einen 34-Jährigen, Haftbefehle der Staatsanwaltschaft Heidelberg wegen Beleidigung und Körperverletzung vorlagen. Zudem hatte er einen Strafbefehl, der zu insgesamt etwa 2.700 Euro Justizschulden führte. Da er nicht in der Lage war, die Schulden zu begleichen, wurde er zu einer Haftstrafe von rund vier Monaten verurteilt und in die Haftanstalt Bernau gebracht. Die zuständigen Behörden in Freudenstadt wurden über seine neue Erreichbarkeit informiert, da sie an weiteren Verfahren gegen ihn interessiert sind.
Ein weiterer Algerier, 31 Jahre alt, wurde aufgrund eines Untersuchungshaftbefehls des Amtsgerichts Münster wegen Diebstahls festgenommen. Um das laufende Verfahren gegen ihn zu sichern, brachten die Bundespolizisten ihn in die Justizvollzugsanstalt Traunstein. Ein dritter algerischer Staatsangehöriger musste die Busfahrt an der Kontrollstelle beenden und erhielt eine Anzeige wegen unerlaubter Einreise. Er wurde angewiesen, das Bundesgebiet in Richtung Österreich zu verlassen. Dies erinnert an einen ähnlichen Vorfall, bei dem ein Taxifahrer am Walserberg gestoppt wurde.
Für Rückfragen steht Daniela Tóth von der Bundespolizeiinspektion Rosenheim zur Verfügung. Die Inspektion ist für die Landkreise Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen sowie die Stadt und den Landkreis Rosenheim zuständig. Die rund 450 Mitarbeiter der Inspektion setzen sich besonders gegen grenzüberschreitende Kriminalität ein und sorgen für die Sicherheit im Bahnverkehr. Ein aktueller Fall, der die Arbeit der Bundespolizei verdeutlicht, ist die Festnahme eines 35-Jährigen in Bad Reichenhall.
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Quellen: presseportal, PNP, t-online
Bildquelle: Foto: Presseportal.de
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