Reaktion der Bundespolizei auf Vorfälle in München
Die Bundespolizei in München hatte in der Nacht zum 11. September 2026 mit mehreren herausfordernden Situationen zu kämpfen. Ein 31-jähriger Italiener, der unbefugt auf den Gleisen der Stammstrecke unterwegs war, versuchte, einen Triebfahrzeugführer anzugreifen. In einem weiteren Vorfall wurde ein 20-jähriger Mann mit einer Anscheinswaffe am Ostbahnhof kontrolliert, während ein stark alkoholisierter 21-Jähriger an der Donnersbergerbrücke in Gewahrsam genommen wurde.
Angriff auf Triebfahrzeugführer
Am Donnerstagabend, gegen 20:30 Uhr, erhielt die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn einen Alarm über eine Person, die sich zwischen den S-Bahnhaltepunkten Hirschgarten und Laim auf den Gleisen aufhielt. Der 31-jährige Italiener, der keinen festen Wohnsitz in Deutschland hatte, stellte eine erhebliche Gefahr dar. Ein 35-jähriger Triebfahrzeugführer, der mit einem ICE auf Rangierfahrt war, bemerkte den Mann und leitete sofort eine Schnellbremsung ein, die rechtzeitig erfolgte.
Nachdem der Zug zum Stehen gekommen war, stürzte der Italiener auf die Gleise und war für den Triebfahrzeugführer nicht mehr sichtbar. Bei der anschließenden Suche fand der Bahnbedienstete den Mann, der zunächst auf Ansprache nicht reagierte. Plötzlich sprang der 31-Jährige auf und versuchte, den Triebfahrzeugführer anzugreifen. Dieser konnte den Angriff abwehren und hielt den Angreifer bis zum Eintreffen der alarmierten Bundespolizisten fest. Ein ähnlicher Vorfall, bei dem ein aggressiver Mann in eine Lokführerkabine eindrang, zeigt die Gefahren, denen Triebfahrzeugführer ausgesetzt sind.
Der Italiener erlitt durch den Sturz leichte Verletzungen im Gesicht und an den Beinen, die vor Ort behandelt wurden. Eine Krankenhausaufnahme war nicht notwendig. Die Bundespolizei nahm den Mann zur Dienststelle in der Denisstraße mit, wo ein freiwilliger Atemalkoholtest einen Wert von 1,09 Promille ergab. Zudem fiel der Drogenschnelltest positiv aus. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der 31-Jährige, der bereits wegen Gewaltdelikten bekannt war, wieder entlassen. Gegen ihn wird wegen des Verdachts der Körperverletzung ermittelt.
Kontrolle am Ostbahnhof
In der Nacht, gegen 00:30 Uhr, kontrollierten Einsatzkräfte der Bundespolizei am Ostbahnhof einen 20-jährigen Jemeniten und einen 17-jährigen Libyer, die beide vermummt waren. Bei der Durchsuchung stellte sich heraus, dass der 20-Jährige eine Anscheinswaffe im Hosenbund trug. Beide wurden zur weiteren Klärung mit zur Dienststelle genommen. Ein ähnlicher Vorfall, bei dem es zu einer Auseinandersetzung am Münchener Ostbahnhof kam, verdeutlicht die Sicherheitslage in dieser Region.
Eine Überprüfung ergab, dass beide Personen sich unerlaubt im Bundesgebiet aufhielten und bereits eine Strafanzeige erhalten hatten. Der 17-Jährige war zudem als vermisst gemeldet. Bei der Sichtung von Überwachungsvideos wurde festgestellt, dass der 20-Jährige die Anscheinswaffe einer unbekannten Personengruppe im Ostbahnhof präsentiert hatte. Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab bei ihm einen Wert von 0,00 Promille. Die Anscheinswaffe wurde ihm abgenommen. Nach den polizeilichen Maßnahmen durfte der 20-Jährige die Dienststelle wieder verlassen, während der 17-Jährige in eine Jugendeinrichtung übergeben wurde. Gegen den 20-Jährigen wird wegen des Verdachts der Bedrohung und des Führens einer Anscheinswaffe ermittelt.
Alkoholisierter Mann im Gleisbereich
Gegen 1 Uhr wurde ein 21-jähriger Ukrainer am Bahnhof Donnersbergerbrücke festgestellt, der sich wiederholt unbefugt im Gleisbereich aufhielt und dort seine Notdurft verrichtete. Bauarbeiter, die in der Nähe arbeiteten, brachten den Mann aus dem Gefahrenbereich und hielten ihn bis zum Eintreffen der Bundespolizei fest.
Da der 21-Jährige keine Ausweisdokumente bei sich hatte, wurde er zur Identitätsfeststellung zur Dienststelle in der Denisstraße mitgenommen. Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab einen Wert von 3,09 Promille, und auch hier fiel der Drogenschnelltest positiv aus. Nach einer mehrstündigen Ausnüchterung im Gewahrsamsbereich konnte der junge Mann gegen 5 Uhr die Dienststelle wieder verlassen. Die Bundespolizei hat gegen ihn ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen des unbefugten Betretens einer Bahnanlage eingeleitet. Ein weiterer Vorfall, bei dem ein Streit um eine Beziehung zu einer Eskalation führte, zeigt, wie schnell solche Situationen außer Kontrolle geraten können.
Kontaktinformationen der Bundespolizei
Für Rückfragen steht Tim Oberfrank von der Bundespolizeiinspektion München zur Verfügung. Die Dienststelle befindet sich in der Denisstraße 1, 80335 München. Die Pressestelle ist telefonisch unter 089 515 550 ? 1105 sowie per E-Mail unter bpoli.muenchen.oea@polizei.bund.de erreichbar.
Die Bundespolizeiinspektion München ist für die Gefahrenabwehr und Strafverfolgung im Bereich der Deutschen Bahn sowie im größten deutschen S-Bahnnetz zuständig, das über 210 Bahnhöfe und Haltepunkte auf 440 Streckenkilometern umfasst. Der Zuständigkeitsbereich erstreckt sich über die Landeshauptstadt München und angrenzende Landkreise.
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Quellen: presseportal, Die Zeit, BR
Bildquelle: Foto: Presseportal.de
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