Am Montagabend, dem 24. August, kam es auf der Bahnstrecke zwischen Türkenfeld und Grafrath zu erheblichen Störungen im Zugverkehr durch eine bislang unbekannte Person.
Gegen 18:40 Uhr war ein 27-jähriger Triebfahrzeugführer mit einer S-Bahn der Linie S4 auf der Strecke unterwegs, als er kurz vor dem Bahnhof Grafrath eine Person im Gleisbereich bemerkte. Um eine Kollision zu vermeiden, leitete er eine Schnellbremsung ein und informierte die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn. Der Zug konnte rechtzeitig vor dem Mann zum Stillstand gebracht werden. Die zehn Fahrgäste, die sich zu diesem Zeitpunkt in der S-Bahn befanden, blieben unverletzt.
Der unbekannte Fahrradfahrer bewegte sich neben dem Gleisbett und schob sein Fahrrad mit sich. Nach dem Vorfall flüchtete er in Richtung Geltendorf. Trotz einer eingeleiteten Fahndung konnte er von den alarmierten Bundespolizisten nicht mehr aufgefunden werden.
Insgesamt waren von diesem Vorfall 22 Züge betroffen, wobei 18 Züge zusammen 565 Minuten Verspätung aufwiesen und vier Züge teilweise ausfielen. Die Bundespolizeiinspektion München hat die Ermittlungen gegen den Unbekannten wegen des Verdachts eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr aufgenommen. Ähnliche Vorfälle, wie der Widerstand eines Mannes am Münchener Hauptbahnhof, zeigen die Dringlichkeit solcher Ermittlungen.
Die Bundespolizei weist erneut auf die lebensbedrohlichen Gefahren im Gleisbereich hin. Das Betreten der Gleise ist untersagt, unabhängig von den Beweggründen. Es gibt keine Abkürzung oder Zeitersparnis, die das eigene Leben wert ist.
Die Bundespolizeiinspektion München ist für die polizeiliche Gefahrenabwehr und Strafverfolgung im Bereich der Anlagen der Deutschen Bahn sowie im größten deutschen S-Bahnnetz zuständig. Dieses umfasst über 210 Bahnhöfe und Haltepunkte auf 440 Streckenkilometern. Der Zuständigkeitsbereich beinhaltet auch drei der vier größten Bahnhöfe in Bayern und erstreckt sich über die Landeshauptstadt München sowie die angrenzenden Landkreise. Ein Beispiel für eine körperliche Auseinandersetzung in der Nähe ist der Vorfall am Bahnhof Pressig-Rothenkirchen.
Für weitere Informationen steht die Bundespolizeiinspektion München unter der angegebenen Kontaktadresse zur Verfügung. Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich, als ein Mann mit einem Küchenmesser am Hauptbahnhof Aschaffenburg aufgegriffen wurde.
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Quellen: presseportal, Die Zeit, tagesschau
Bildquelle: Foto: Presseportal.de
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