Am Sonntag, den 23. August, führte die Bundespolizei in Rosenheim Grenzkontrollen durch, bei denen ein Rumäne und ein Tunesier festgenommen wurden. Gegen beide Personen lagen Strafbefehle vor. Der Rumäne wurde zur Verbüßung einer Haftstrafe nach Bernau gebracht, während der Tunesier das Land nach Begleichung seiner Justizschulden sofort verlassen musste. Insgesamt wurden an diesem Wochenende 14 Migranten, die aus Österreich in Richtung Rosenheim reisen wollten, die Einreise in die Bundesrepublik verweigert.
Bei der Überprüfung eines rumänischen Staatsangehörigen entdeckten die Beamten, dass gegen ihn ein Strafbefehl des Amtsgerichts Kleve wegen Diebstahls sowie ein weiterer des Amtsgerichts Nürnberg wegen Leistungserschleichung vorlag. Die Gesamtsumme seiner Geldstrafen belief sich auf etwa 3.000 Euro, die er aufgrund fehlender finanzieller Mittel nicht begleichen konnte. Daher trat er die gerichtlich angeordnete Ersatzfreiheitsstrafe an und wurde in die Justizvollzugsanstalt Bernau gebracht, wo er voraussichtlich bis Mitte September bleiben wird.
Ein weiterer Fall betraf einen Nord-Afrikaner, dessen Reisepläne an der A93 ebenfalls abrupt endeten. Der Tunesier konnte sich lediglich mit einer abgelaufenen niederländischen Aufenthaltserlaubnis ausweisen. Die Kontrolle ergab, dass er keine gültigen Einreisepapiere besaß und zudem von der deutschen Justiz gesucht wurde. Ein Urteil des Amtsgerichts Frankfurt am Main hatte ihm eine Geldstrafe von 400 Euro auferlegt. Darüber hinaus waren die Staatsanwaltschaften in München und Schweinfurt an seiner Erreichbarkeit interessiert, da gegen ihn laufende Verfahren wegen Diebstahls und Körperverletzung anhängig waren. Die Ermittlungen der Bundespolizei ergaben, dass der 36-Jährige derzeit in Italien wohnhaft ist und vermutlich dorthin zurückgekehrt ist. Obwohl ein Bekannter die Geldstrafe bei der Bundespolizeiinspektion Würzburg beglich, blieb er ohne gültige Einreisepapiere und musste das Land nach den polizeilichen Maßnahmen sofort verlassen.
Von den insgesamt rund 20 Personen, die am Wochenende versuchten, illegal in Deutschland einzureisen, wurden 14 von der Bundespolizei in Rosenheim zurückgewiesen. Die Herkunft dieser Migranten umfasst unter anderem Syrien, Pakistan, Tunesien und Gambia. Ein Eritreer wurde in Untersuchungshaft genommen, nachdem er mehrfach versucht hatte, illegal einzureisen.
Für Rückfragen steht Dr. Rainer Scharf von der Bundespolizeiinspektion Rosenheim zur Verfügung. Die Inspektion ist für die Landkreise Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen sowie die Stadt und den Landkreis Rosenheim zuständig. Die rund 450 Mitarbeiter der Inspektion setzen sich besonders gegen grenzüberschreitende Kriminalität ein und sorgen für die Sicherheit im Bahnverkehr auf etwa 370 Bahnkilometern und in rund 70 Bahnhöfen und Haltepunkten.
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Quellen: presseportal, NDR, Die Zeit
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