Am Freitagnachmittag, dem 21. August, wurde eine Streife der Bundespolizei am Hauptbahnhof Aschaffenburg auf einen Mann aufmerksam gemacht, der ein Messer bei sich führen sollte. Reisende informierten die Beamten über die Situation, die daraufhin den 25-jährigen Deutschen im abfahrbereiten Zug RB 24522 in Richtung Darmstadt antrafen, während er das Messer offen in der Hand hielt.
Der Mann kam der Aufforderung der Bundespolizisten, das Messer abzulegen, umgehend nach und wurde vor Ort gefesselt. Zeugen berichteten, dass der 25-Jährige sich zuvor an einem Imbiss im Hauptbahnhof aufgehalten hatte, wo er ein großes Messer in der Hand hielt, jedoch keine Personen damit bedrohte. Anschließend begab er sich zum Bahnsteig und führte mit dem Messer Stichbewegungen in Richtung eines Sitzplatzes aus, ohne dabei Schäden zu verursachen.
Das sichergestellte Messer war ein Küchenmesser mit einer Klingenlänge von 18 Zentimetern. Bei dem Vorfall wurden keine Personen verletzt oder bedroht. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Mann wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Bundespolizei hat ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Ähnliche Vorfälle, wie die körperliche Auseinandersetzung am Bahnhof Pressig-Rothenkirchen, zeigen, wie wichtig die Aufmerksamkeit der Reisenden ist.
Die Bundespolizei bedankt sich bei den aufmerksamen Zeugen für ihre Hinweise und empfiehlt, bei ähnlichen Beobachtungen nicht selbst einzugreifen, sondern umgehend den Notruf 110 zu verständigen oder in der Nähe befindliche Einsatzkräfte zu informieren. Dabei sollten möglichst genaue Angaben zu Standort und Personenbeschreibung gemacht werden. In einem anderen Vorfall leistete ein Mann am Münchener Hauptbahnhof Widerstand gegen die Polizei, was die Wichtigkeit solcher Maßnahmen unterstreicht.
Für Rückfragen steht Nora Zeidler von der Bundespolizeiinspektion Würzburg zur Verfügung. Diese Inspektion ist eine von fünfzehn der Bundespolizeidirektion München und zuständig für Unterfranken sowie Teile Oberfrankens. Ihre Kernkompetenzen liegen in der Gewährleistung der Sicherheit der Bahnnutzer und der Bekämpfung unerlaubter Migration auf Bahnanlagen. Auch im Regionalexpress gab es kürzlich einen Vorfall, bei dem eine Zugbegleiterin und Reisende bedroht wurden.
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Quellen: presseportal, Die Zeit, n-tv
Bildquelle: Depositphotos
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