„Ich hatte große Angst, dass es schlimmer wird“,
Vorfall im Regionalexpress
Der Vorfall ereignete sich gegen 14:30 Uhr, kurz bevor der Zug den Nürnberger Hauptbahnhof erreichte. Die Zugbegleiterin bemerkte eine Auseinandersetzung zwischen dem Tatverdächtigen und anderen Fahrgästen und intervenierte, um die Situation zu deeskalieren. In der Folge soll der 31-Jährige eine Spritze gezückt und mehrfach in Richtung des Oberkörpers der Zugbegleiterin sowie der Reisenden, darunter ein 15-Jähriger, ein 16-Jähriger und ein 25-Jähriger, gestochen haben. Der 16-Jährige konnte dem Angriff im letzten Moment ausweichen, während die anderen Betroffenen unverletzt blieben. Der Tatverdächtige soll zudem Drohungen ausgesprochen haben.
Festnahme des Tatverdächtigen
Nachdem die Zugbegleiterin die Bundespolizei alarmiert hatte, war der Tatverdächtige beim Eintreffen der Einsatzkräfte bereits aus dem Zug ausgestiegen. Im Rahmen der Ermittlungen konnte die Bundespolizei den 31-Jährigen jedoch identifizieren und an seiner Wohnadresse festnehmen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde er wieder auf freien Fuß gesetzt.
Zusätzliche Ermittlungen
Im Zuge des Einsatzes entdeckten die Beamten einen weiteren Vorfall. Ein 39-jähriger deutscher Staatsbürger, der den 31-Jährigen begleitet hatte, hatte sich ein Hakenkreuz auf den entblößten Oberkörper gemalt und soll sich mit diesem durch das Zugabteil bewegt haben, während er anderen Reisenden den Mittelfinger zeigte. Ähnliche Vorfälle wurden auch in anderen Regionen gemeldet, wie zum Beispiel als ein Mann Zugbegleiter am Münchener Hauptbahnhof belästigte.
Rechtliche Konsequenzen
Gegen den 31-Jährigen wird wegen des Verdachts der versuchten gefährlichen Körperverletzung und der Bedrohung ermittelt. Der 39-Jährige sieht sich Ermittlungen wegen des Verdachts des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen sowie wegen Beleidigung gegenüber. In einem anderen Vorfall führte ein aggressiver Fahrgast zu einem Notstopp eines ICE in Bamberg.
Die Bundespolizeiinspektion Nürnberg ist für die polizeiliche Gefahrenabwehr und Strafverfolgung im Bereich der Deutschen Bahn zuständig. Sie betreut 309 Bahnhöfe und Haltepunkte sowie 1823 Streckenkilometer in Mittelfranken, Nordschwaben, dem nördlichen Oberbayern und dem Landkreis Forchheim, was etwa 23 Prozent der Fläche Bayerns entspricht. Ein weiterer Vorfall, bei dem ein Mann nach einem Gleissturz in Icking verletzt wurde, zeigt die Gefahren im Bahnverkehr.
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Quellen: presseportal, FAZ, BR
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