Ausblick / Was als Nächstes zu erwarten ist: Eine neue Studie legt nahe, dass die nächtliche Exposition gegenüber hellem Licht ernsthafte Auswirkungen auf die Herzgesundheit haben könnte. Die Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass künstliches Licht in der Nacht nicht nur den Schlaf stört, sondern auch dauerhafte Veränderungen im Herzmuskel hervorrufen kann. Experten empfehlen einfache Maßnahmen zur Reduzierung der Lichtbelastung im Schlafzimmer.
Erwartungen an die Forschung
Die Untersuchung, geleitet von Lu Qi von der Tulane University in New Orleans, zeigt, dass Menschen, die nachts intensiverem Licht ausgesetzt sind, signifikante Veränderungen in der Struktur und Funktion ihres Herzens aufweisen. Die Studie analysierte Daten von über 11.000 Teilnehmern der britischen Langzeitdatenbank UK Biobank, die im Durchschnitt 61 Jahre alt waren. Die Probanden trugen eine Woche lang ein Gerät, das die Lichtintensität erfasste, bevor ihre Herzen drei Jahre später mittels Magnetresonanztomografie (MRT) untersucht wurden.
Aktueller Stand der Forschung
Die Ergebnisse zeigen, dass Personen, die nachts mehr als drei Lux Licht ausgesetzt waren, eine um 2,4 Prozent größere Masse der linken Herzkammer sowie eine um 1,5 Prozent dickere Herzwand aufwiesen. Zudem war die myokardiale Kontraktionsfraktion, ein Maß für die Effizienz des Herzmuskels, um 1,9 Prozent niedriger. Diese Veränderungen sind vergleichbar mit den Reaktionen des Körpers auf chronischen Stress.
Hintergrund der Studie
Die Forscher definierten die Nacht als die fünf Stunden, in denen die Teilnehmer am wenigsten aktiv waren. Die Analyse ergab, dass mit zunehmender nächtlicher Lichtbelastung auch die Veränderungen im Herzmuskel zunahmen. Ein Teil der beobachteten Effekte konnte durch eine verkürzte Schlafdauer erklärt werden, wobei zwischen 24 und 49 Prozent der Veränderungen auf unzureichenden Schlaf zurückzuführen waren. Weitere Informationen zu den Auswirkungen von Schlafmangel finden Sie in unserem Artikel über Klassenzimmerstaub und Atemwege.
Risiken für die Herzgesundheit
Zusätzlich wurde in einer weiteren Analyse mit rund 73.000 Personen das Risiko für verschiedene Herzkrankheiten untersucht. Bei den Probanden mit der höchsten Lichtbelastung war das Risiko für Herzschwäche um 29 Prozent, für Vorhofflimmern um 15 Prozent, für Herzinfarkt um 24 Prozent, für Schlaganfall um 33 Prozent und für einen tödlichen Ausgang durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 26 Prozent erhöht. Die Beobachtungszeiträume variierten zwischen acht und zehn Jahren.
Erklärungsansätze und Empfehlungen
Die Autoren der Studie weisen darauf hin, dass Licht auf der Netzhaut die biologische Uhr beeinflusst, was zu einer verminderten Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin führen kann. Dies könnte wiederum Stresssysteme aktivieren und zu einer erhöhten Belastung des Herzens führen. Die Forscher empfehlen, abgedunkelte Schlafzimmer zu nutzen, gedimmtes und warmfarbiges Licht am Abend zu verwenden sowie kleine Leuchtdioden an Elektrogeräten abzudecken.
Wachsende Lichtemissionen weltweit
Die künstliche Beleuchtung hat in den letzten Jahren weltweit zugenommen, was die Risiken für die Herzgesundheit weiter verstärken könnte. Eine Analyse zeigt, dass die Lichtemissionen von 2014 bis 2022 um 16 Prozent gestiegen sind, während die Weltbevölkerung nur um etwa 10 Prozent gewachsen ist. Diese Entwicklung könnte langfristig zu einer Zunahme von Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen.
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Quellen: n-tv
Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.