München – Der bayerische Landesverband der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) begrüßt den Beschluss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), die Vereine künftig stärker an den Kosten für Polizeieinsätze bei Hochrisikospielen zu beteiligen. Dieser Schritt entspricht einer Forderung der DPolG, die bereits seit Jahren besteht und durch die Rechtsprechung unterstützt wird.
Im Freistaat Bayern finden regelmäßig Hochrisikospiele statt, unabhängig davon, ob es sich um die 1., 2. oder 3. Liga handelt. Dies betrifft Städte wie München, Nürnberg und Regensburg. Auch in der Regionalliga kam es bereits zu gewaltsamen Auseinandersetzungen. Das Bundesverfassungsgericht entschied am 14. Januar 2025, dass die Bundesländer Veranstaltern von gewinnorientierten Hochrisikospielen, wie den Spielen der Bundesliga, Gebühren für den zusätzlichen Polizeieinsatz in Rechnung stellen dürfen. Thorsten Grimm, der stellvertretende Landesvorsitzende der DPolG Bayern, äußerte sich dazu: „Wir sind gespannt, wie das Bayerische Innenministerium darauf reagiert.“
Grimm betont, dass es nicht mehr nachvollziehbar sei, dass in Bayern keine entsprechenden Gebühren erhoben werden, nachdem der DFB einen solchen Beschluss gefasst hat. Er weist darauf hin, dass jeder Bürger für Dienstleistungen der öffentlichen Verwaltung hohe Gebühren zahlt, während millionenschwere Profivereine die Kosten für Polizeieinsätze nicht tragen müssen. Die Polizei leistet bundesweit jährlich Hunderttausende von Einsatzstunden im Zusammenhang mit dem Profifußball, während die Fußballbranche Milliardenumsätze generiert. Es sei daher unverständlich, warum die Allgemeinheit die Einsatzkosten dauerhaft übernehmen solle, während die Veranstalter und Vereine von den Einnahmen profitieren. Zudem hat die Bundespolizei zahlreiche Festnahmen bei Grenzkontrollen durchgeführt, was die Notwendigkeit von Sicherheitsmaßnahmen unterstreicht.
In einem weiteren Kontext gibt es auch Spannungen innerhalb der Vereine, wie der interne Konflikt bei Bayern, der nach der Vertragsverlängerung von Eberl aufkam, zeigt.
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Quellen: presseportal, Reuters, SPORT1
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