Am Sonntagnachmittag, dem 30. August, kam es am Bahnhof Haar zu einem heftigen Streit zwischen einem 33-jährigen Mann und einer 20-jährigen Frau. Die Auseinandersetzung eskalierte, als der Mann die Frau körperlich angriff und bedrohte. Nach dem Vorfall stiegen beide in eine S-Bahn der Linie S6 in Richtung Stadtmitte.
Eine 50-jährige Frau, die ebenfalls am Bahnsteig wartete und den Streit beobachtet hatte, wurde in der S-Bahn von dem 33-Jährigen bedroht. Daraufhin wählte sie den Notruf. Bis die alarmierten Bundespolizisten eintrafen, wurde der Zug am Bahnhof Leuchtenbergring gestoppt.
Um den Vorfall zu klären, wurden die Beteiligten aus dem Zug gebeten. Während der Kontrolle verhielten sich beide aggressiv gegenüber den Beamten. Die 20-Jährige leistete erheblichen Widerstand, was dazu führte, dass sie und der 33-Jährige gefesselt zur Dienststelle im Ostbahnhof gebracht wurden. Bei dieser Auseinandersetzung verletzte die Frau einen Beamten leicht und beleidigte einen weiteren.
Bei den durchgeführten Atemalkoholtests ergab sich für beide eine Promillezahl von 0,00. Ein Drogenschnelltest bei dem 33-Jährigen fiel positiv aus. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Mann, der bereits wegen Eigentums- und Betäubungsmitteldelikten bekannt war, wieder auf freien Fuß gesetzt. Gegen ihn wird nun wegen Körperverletzung und Bedrohung ermittelt. Die Staatsanwaltschaft München I ordnete für die 20-Jährige eine Blutentnahme an und ließ sie am heutigen Tag vor den Haftrichter bringen. Die Bundespolizei ermittelt gegen die Ungarin, die ebenfalls polizeilich bekannt ist, wegen tätlichen Angriffs, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung und Beleidigung.
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Quellen: presseportal, tz, Die Zeit
Bildquelle: David Calonne auf Unsplash
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