Neues Werk von Bioweg zur Zellulose-Produktion in Nordrhein-Westfalen
Das Unternehmen Bioweg hat angekündigt, 35 Millionen Euro in die Errichtung einer neuartigen Produktionsstätte in Elsdorf, Nordrhein-Westfalen, zu investieren. Diese Fabrik wird die größte ihrer Art in Europa sein und zielt darauf ab, bakterielle Zellulose zu produzieren. Durch dieses Vorhaben sollen in der Stadt mit 21.284 Einwohnern etwa 30 neue Arbeitsplätze entstehen. Die Europäische Union unterstützt das Projekt mit einer Förderung in Höhe von 10,3 Millionen Euro.
Ökologische Alternative zu Mikroplastik
Mit diesem Projekt verfolgt Bioweg das Ziel, eine umweltfreundliche Lösung für das in zahlreichen Alltagsprodukten wie Düngemitteln, Kosmetika und Reinigungsmitteln verwendete Mikroplastik zu entwickeln. Mikroplastik ist dafür bekannt, dass es nur schwer abbaubar ist und in Böden sowie Gewässern verbleibt. Die bakterielle Zellulose wird aus Zucker durch bestimmte Bakterien produziert und stellt einen Naturstoff dar, der sich vollständig im Boden zersetzt, ohne schädliche Rückstände zu hinterlassen. Sie kann als Ummantelung für Düngemittel oder Saatgut eingesetzt werden.
Kapazität und Zeitplan für den Bau
In der neuen Produktionsstätte in Elsdorf plant Bioweg, jährlich bis zu 10.000 Tonnen bakterielle Zellulose herzustellen. Der Bau soll Ende 2026 beginnen, während die ersten Auslieferungen für das Jahr 2028 vorgesehen sind. Diese Investition stellt einen bedeutenden Schritt in Richtung nachhaltiger Materialien dar und könnte die Branche für biologisch abbaubare Produkte in Europa nachhaltig prägen.
Politische Unterstützung und Reaktionen
Andreas Heller, der Bürgermeister von Elsdorf, äußerte sich optimistisch über die bevorstehenden Veränderungen in der Stadt und betonte die Schaffung einer neuen Branche mit hochwertigen Arbeitsplätzen nach der langen Tradition der Zuckerproduktion. Auch die CDU-Landtagsabgeordnete Romina Plonsker hob die Bedeutung dieses Projekts hervor und verwies auf die EU-Förderung im Rahmen des Programms „Produktives.NRW“, die zur Realisierung des Vorhabens beiträgt.
Quellen: Bild, ksta
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