Kreuzfahrtschiff AIDAperla in Le Havre mit Hafenmauer kollidiert
Ein schwerer Sturm hat am Dienstagnachmittag im französischen Le Havre zu einer gefährlichen Situation für das Kreuzfahrtschiff AIDAperla geführt. Die extremen Windböen brachten das Schiff aus seiner gesicherten Position im Hafen und drängten es gegen eine Kaimauer. Der Vorfall ereignete sich um 16 Uhr, als das zuvor vertäute Schiff unkontrolliert durch den Hafen driftete.
Berichten zufolge rissen die Taue, die das Schiff festhielten, aufgrund der starken Winde. In der Folge drehte sich die AIDAperla um 180 Grad, was dazu führte, dass die Gangway des Schiffes ins Wasser fiel. Videoaufnahmen zeigen, wie das Kreuzfahrtschiff unaufhaltsam auf die Hafenmauern zusteuerte.
Besorgte Passagiere erleben kritische Situation
Die Situation sorgte bei den Passagieren für große Besorgnis, insbesondere da sich in unmittelbarer Nähe das Kreuzfahrtschiff Mein Schiff 3 von TUI Cruises aufhielt. Viele Reisende äußerten ihre Ängste vor einer möglichen Kollision. Glücklicherweise gelang es fünf Schleppern, die AIDAperla in eine sichere Position zu bringen, was gegen 18:30 Uhr geschah.
Reaktion des Unternehmens auf den Vorfall
Das Kreuzfahrtunternehmen Aida Cruises hat den Vorfall zur Kenntnis genommen und angekündigt, dass das Schiff einer umfassenden Überprüfung durch Techniker und maritime Behörden unterzogen wird. Das Unternehmen betonte in einer Stellungnahme, dass die Sicherheit der Gäste und der Crew an oberster Stelle stehe. Die Weiterfahrt des Schiffes wurde vorübergehend ausgesetzt.
Informationen zur AIDAperla
Die AIDAperla hat eine Kapazität von bis zu 4.300 Passagieren und war kürzlich aus Deutschland angekommen, mit London als nächstem Ziel. Zum Zeitpunkt des Vorfalls waren mehrere Hundert Passagiere an Land, was die Situation zusätzlich erschwerte. Zudem erinnert dieser Vorfall an das tödliche Fährunglück vor Zypern, bei dem ebenfalls viele Menschen betroffen waren.
Das Kreuzfahrtschiff ist bekannt für seine regelmäßigen Abfahrten von Hamburg in Richtung Westeuropa. Die genauen Auswirkungen des Vorfalls auf den Reiseverlauf sind derzeit noch unklar, da die Schadensbewertung noch im Gange ist.
Quellen: t-online, NDR
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