Der Rückgang der Impfquoten bei Kindern in zahlreichen EU-Staaten stellt eine ernsthafte Herausforderung für die öffentliche Gesundheit dar. Dies wird durch eine aktuelle Analyse verdeutlicht, die zeigt, dass diese Entwicklung auch Deutschland betrifft. Besonders alarmierend sind die schulischen Leistungen in Deutschland, die auf einem historischen Tiefpunkt sind.
Stagnation und Rückgang der Impfzahlen
Nach jahrzehntelangem Anstieg der Impfquoten in den EU-Ländern ist ein besorgniserregender Trend zu beobachten. Laut einer Untersuchung stagnieren die Impfraten in vielen Ländern oder sind sogar rückläufig. Diese Ergebnisse wurden von einem Expertenteam im Fachjournal „The Lancet Regional Health – Europe“ veröffentlicht.
Ursachen und mögliche Einflussfaktoren
Obwohl die Studie nicht explizit die Ursachen für den Rückgang der Impfungen untersuchte, wird auf verschiedene mögliche Faktoren hingewiesen. Der Rückgang trat häufig zwischen 2019 und 2022 auf, also in der Zeit der Corona-Pandemie und danach. Fehlinformationen sowie ein sinkendes Vertrauen in Impfstoffe könnten zu dieser Entwicklung beitragen. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, auch die Auswirkungen von Klassenzimmerstaub auf die Gesundheit von Kindern zu betrachten.
Kritische Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit
Die Studie hebt hervor, dass Impfungen zu den effektivsten Maßnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit zählen. Ein Rückgang der Impfquoten stellt demnach eine ernsthafte Gefahr dar. Die zunehmende Skepsis gegenüber Impfungen hat in der EU bereits zu einem Wiederaufleben von vermeidbaren Krankheiten geführt. Zudem sind Kinder zunehmend gefährdet durch Online-Missbrauch durch Bekannte.
Umfang der Analyse
Für die Untersuchung wurden die Daten zu sieben wichtigen Kinderimpfungen in den 27 EU-Ländern über einen Zeitraum von mehr als 40 Jahren ausgewertet, von 1980 bis 2024. Die betrachteten Impfungen umfassen unter anderem die Kombinationsimpfung gegen Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten sowie Impfungen gegen Hepatitis B, Meningitis B, Poliomyelitis, Pneumokokken, Masern und Röteln.
In Deutschland sind, ähnlich wie in Spanien, die Raten für fünf der sieben Impfungen betroffen. Lediglich bei der Hepatitis-B-Impfung und der ersten Dosis eines Masern-Impfstoffs zeigen sich noch geringfügig steigende Trends.
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Quellen: tagesschau
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