Eine neue Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL offenbart eine weit verbreitete Besorgnis über die Demokratie in Deutschland, insbesondere in den neuen Bundesländern. So äußern 79 Prozent der Befragten erhebliche oder sehr ernste Sorgen bezüglich der künftigen Entwicklung der Demokratie. Nur 41 Prozent zeigen sich mit der praktischen Umsetzung zufrieden, während 59 Prozent unzufrieden sind.
Die Ergebnisse zeigen, dass insgesamt 68 Prozent der Befragten mit dem politischen System, wie es im Grundgesetz festgelegt ist, einverstanden sind. Im Osten liegt dieser Wert allerdings nur bei 51 Prozent. Demgegenüber sind im Westen 70 Prozent der Teilnehmer mit dem politischen System zufrieden. Die Unzufriedenheit hinsichtlich der Funktionsweise der Demokratie ist im Osten mit 71 Prozent ausgeprägter als im Westen, wo 57 Prozent unzufrieden sind.
Besonders signifikant ist die Unzufriedenheit unter den AfD-Anhängern. Hier sind nur 41 Prozent mit dem politischen System zufrieden, während 59 Prozent angeben, unzufrieden zu sein. Sogar 89 Prozent dieser Gruppe sind mit der Funktionsweise der Demokratie unzufrieden. Im Gegensatz dazu zeigen Unterstützer der Union, SPD und Grünen eine signifikante Zufriedenheit mit der Demokratie. Dies spiegelt sich auch in den Ergebnissen wider, die die Wahlergebnisse in Sachsen-Anhalt betreffen.
Die Umfrage verdeutlicht auch den Einfluss der politischen Grundeinstellung auf die Zufriedenheit. Bei den politisch Linksorientierten sind 83 Prozent mit dem politischen System zufrieden, während nur 55 Prozent der politisch Rechten diese Zufriedenheit teilen. Zudem zeigt die Erhebung, dass jüngere Befragte tendenziell zufriedener sind als ältere. Dies könnte auch mit der Wahlbeteiligung in Niedersachsen zusammenhängen, wo die AfD an Einfluss gewinnt.
Darüber hinaus wurde auch die Rolle des Ehrenamts für die Demokratie angesprochen. 87 Prozent der Befragten halten freiwilliges Engagement für bedeutend. Dieser Anteil ist jedoch im Osten mit 75 Prozent geringer als im Westen, wo 89 Prozent diese Ansicht teilen. Bei den AfD-Anhängern sehen lediglich 76 Prozent das Ehrenamt als wichtig an, was im Vergleich zu den Unterstützern anderer Parteien niedrig ist. Diese Unterschiede werden auch in der Diskussion um die politischen Verantwortung in Sachsen-Anhalt deutlich.
Insgesamt wird durch die Umfrage deutlich, dass die Sorgen um die Demokratie in Deutschland weit verbreitet sind. Zudem existieren signifikante Unterschiede in der Wahrnehmung der Demokratie zwischen Ost- und Westdeutschen sowie zwischen den verschiedenen politischen Lagern.
SPD überholt AfD in Umfrage vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern – Dresdner Echo
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Quellen: n-tv, Die Zeit
Bildquelle: Felix Mittermeier auf Pexels
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