Die Überlegungen von Harry und Meghan, möglicherweise wieder nach Großbritannien zu ziehen, sorgen für erhebliche Diskussionen. Obwohl bislang keine offizielle Bestätigung vorliegt, berichten britische Medien, dass das Paar, inklusive ihrer beiden Kinder, noch in diesem Monat von Kalifornien zurückkehren könnte. In diesem Zusammenhang sind die Zeitungen „The Telegraph“ und „The Sun“ die ersten gewesen, die über diese Entwicklung informierten.
Nach sechs Jahren, in denen Harry und Meghan sich von der königlichen Familie distanzierten und in die USA übersiedelten, könnte sich nun eine Annäherung an das britische Königshaus abzeichnen. König Charles III. wurde am vergangenen Sonntag über die Pläne informiert. Dennoch bleibt ungewiss, wie lange die Familie im Vereinigten Königreich verweilen möchte.
Indizien für die Rückkehr
Harry und Meghan haben sich bisher nicht zu den Berichten geäußert. Es wird jedoch spekuliert, dass die Kinder ab September eine Schule in Großbritannien besuchen könnten. In einem gefühlsbetonten Interview im Mai 2025 äußerte Harry den Wunsch nach einer Versöhnung mit seiner Familie, was er unter anderem mit der Krebserkrankung seines Vaters in Verbindung brachte. Dabei betonte er, wie kostbar die Zeit sei.
Im September 2025 kam es zu einem Treffen zwischen Harry und König Charles in London, welches von den Medien intensiv verfolgt wurde. Im Juli 2026 reiste Harry mit Archie und Lilibet in die Heimat, um Zeit mit Großeltern Charles und Camilla zu verbringen. Konkrete Einzelheiten zu diesem Besuch sind allerdings nicht bekannt. Zu jener Zeit sei eine Rückkehr nach Großbritannien nicht zur Debatte gestanden, so „The Telegraph“.
Herausforderungen und Sicherheitsaspekte
In den vergangenen Jahren hat Harry immer wieder betont, dass Sicherheitsbedenken eine Rückkehr nach Großbritannien für seine Kinder ausschlossen. Ein Berufungsgericht entschied im letzten Jahr, dass Harry und seine Familie bei Reisen nach Großbritannien nicht mehr automatisch den gleichen Sicherheitsstatus wie andere Mitglieder des Königshauses erhalten.
König Charles III. ist über die Rückkehrpläne informiert, doch bleibt unklar, welche Rolle Harrys Bruder, Prinz William, und dessen Frau Kate dabei spielen werden. Die Brüder hatten in letzter Zeit nur wenig Kontakt zueinander. Vor dem Rückzug von Harry und Meghan wurden die beiden Paare als „Fab Four“ bezeichnet, ein modernes royales Quartett.
Der Bruch mit der Monarchie
Der Bruch mit dem Königshaus, der Anfang 2020 stattfand und oft als „Megxit“ bezeichnet wird, führte dazu, dass Harry und Meghan ihre royalen Pflichten niederlegten und nach Kalifornien zogen. Zuvor waren sie bei den Anhängern der Monarchie sehr beliebt, und ihre Hochzeit wurde als modernes Märchen gefeiert. Hinter den Kulissen kam es jedoch zu Spannungen und Entfremdung von der Familie.
Harry und Meghan äußerten den Wunsch nach einem selbstbestimmten Leben, brachten jedoch auch schwerwiegende Vorwürfe gegen das Königshaus vor. In einem Interview mit Oprah Winfrey beschuldigten sie den Palast, rassistische Ansichten zu vertreten und mangelnde Unterstützung zu leisten. Harry teilte intime Details seines Lebens in seinen Memoiren und führte rechtliche Schritte gegen die Berichterstattung britischer Boulevardzeitungen ein.
Die öffentliche Meinung über Meghan hat sich im Laufe der Jahre verschlechtert. Kritiker tendieren dazu, einen Unterschied zwischen Harry und Meghan zu machen, wobei Meghan oft stärker angegriffen wird. Sexismus spielt eine Rolle, da selbstbewusste Frauen in der Öffentlichkeit häufig kritischer betrachtet werden als Männer.
Meghan war die erste nicht-weiße Person in der königlichen Familie und brachte als Amerikanerin, Schauspielerin und Geschiedene eine neue Perspektive in die Institution ein, was zu ihrer Außenseiterrolle beitrug.
Folgen für die Monarchie
Die Rollen innerhalb des britischen Königshauses sind klar umrissen. König Charles und Königin Camilla setzen das Erbe von Queen Elizabeth II. fort, während William und Kate als beliebtes Nachfolgepaar gelten. Die Rückkehr von Harry und Meghan dürfte an dieser Struktur nichts ändern.
Berichten zufolge wird das Paar weiterhin privat leben und nicht wieder in den Kreis der arbeitenden Royals eingegliedert werden. Eine Rückkehr zu der Anrede „Königliche Hoheit“ wird als unwahrscheinlich erachtet. Meghan plant, ihr Geschäft mit ihrer Lifestyle-Marke weiterzuführen, während Harry sich verstärkt seinen Stiftungen und Wohltätigkeitsaktivitäten widmen möchte. Finanzielle Unterstützung aus öffentlichen Mitteln wird nicht erwartet, und das Paar beabsichtigt, außerhalb Londons zu wohnen, ohne in royalen Residenzen unterzukommen.
Die Überlegungen von Harry und Meghan zur Rückkehr nach Großbritannien sind nicht die einzigen Themen, die die Öffentlichkeit beschäftigen. Auch die Beerdigungspläne für Andrew sorgen für hitzige Debatten und Proteste.
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Quellen: n-tv, tagesschau
Bildquelle: Northern Ireland Office via Wikimedia Commons (CC BY 2.0)
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