Die deutsche Unterhaltungsbranche steht vor einem tiefen Verlust: Der renommierte Liedtexter und TV-Redakteur Thomas Woitkewitsch ist am 31. August 2026 verstorben. Sein Ableben hinterlässt eine markante Lücke in der Musikwelt, insbesondere aufgrund seiner prägenden Beiträge zur Schlagermusik.
Trauer und Erinnerungen
Die Nachricht über den Tod Woitkewitschs wurde von dem Liedermacher Herman van Veen auf seiner Facebook-Seite bekanntgegeben. Van Veen, der eine langjährige Freundschaft von 59 Jahren mit dem Texter pflegte, äußerte sich bewegend:
„Sah ihn letzte Woche noch, mit Ruhe im Gesicht. Er wusste, was ihn erwartete, und hatte seinen Frieden damit gemacht.“
Diese Worte verdeutlichen die enge Verbindung zwischen den beiden Künstlern und die Trauer um den Verlust.
Ein Leben für die Musik
Thomas Woitkewitsch hinterließ in der Schlagergeschichte bedeutende Spuren, am bekanntesten ist sein Hit „Wann wird’s mal wieder richtig Sommer?“, den er 1975 für Rudi Carrell schrieb. Die Entstehung dieses Klassikers ist legendär: Woitkewitsch verfasste den Text in einer einzigen Nacht auf Carrells Bauernhof bei Bremen, inspiriert von einem Kasten Bier.
„Das war in einer einzigen Nacht“,
erinnerte er sich später. Die berühmteste Zeile des Songs stammt von Carrell selbst:
„Leider muss ich zugeben, dass die beste Textzeile ‚Denn schuld daran ist nur die SPD‘ von Rudi war, der die ganze Zeit dabeisaß.“
Nur drei Tage nach der Fertigstellung wurde das Lied im Fernsehen aufgeführt und entwickelte sich rasch zu einem Hit.
Einflussreicher Schöpfer
Woitkewitsch, gefördert von Alfred Biolek, war nicht nur für den Titel der Sendung „Am laufenden Band“ verantwortlich, sondern war auch elf Jahre lang Teil des Gründungsteams von „Wetten, dass..?“. Seine Leidenschaft galt vor allem der Musik; er schrieb Texte für zahlreiche Schlagergrößen. Zu seinen bekanntesten Arbeiten zählen Lieder für Milva („Hurra wir leben noch“), Joy Fleming („Wenn man Freunde hat“) sowie die deutsche Fassung des Klassikers „My Way“ für Harald Juhnke. Im Dezember 2025 wurde ihm für sein Lebenswerk das Bundesverdienstkreuz verliehen.
Der Verlust von Thomas Woitkewitsch ist nicht nur ein persönlicher, sondern auch ein kultureller. Sein kreatives Erbe wird in der Schlagerwelt immer präsent bleiben.
Quellen: rosenheim24
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