Ausblick / Was als Nächstes zu erwarten ist: Ab dem 12. August 2026 treten neue Vorschriften der EU-Verpackungsverordnung in Kraft, die insbesondere die Verpackungen von Lebensmitteln betreffen. Verbraucher werden die Auswirkungen dieser Regelungen vor allem beim Kauf von Lebensmitteln in Pizzerien, Metzgereien und Take-away-Diensten bemerken.
Erwartung
Die neue EU-Verpackungsverordnung (Packaging and Packaging Waste Regulation, PPWR) zielt darauf ab, die Umweltverträglichkeit von Verpackungen zu erhöhen und die Menge an Verpackungsabfällen in der EU zu reduzieren. Diese Regelung wird nicht nur Unternehmen betreffen, sondern auch die Verbraucher, die sich auf einige Änderungen einstellen müssen.
Aktueller Stand
Die PPWR trat bereits am 11. Februar 2025 in Kraft, jedoch gelten die verbindlichen Vorschriften für Unternehmen erst ab dem 12. August 2026. Diese ersten Regelungen betreffen insbesondere Verpackungen, die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen, wie Pizzakartons, Brötchentüten und Fleischverpackungen. Ab diesem Datum müssen diese Verpackungen nahezu frei von per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) sein.
Hintergrund
Die Einführung der PPWR ist Teil des European Green Deal, der das Ziel verfolgt, Europa zum ersten klimaneutralen Kontinent zu machen. Die Verordnung soll dazu beitragen, die Kreislaufwirtschaft zu stärken und wertvolle Ressourcen zu schonen. Die neuen Vorschriften sind ein Schritt in Richtung einer nachhaltigeren Verpackungspolitik in der EU.
Risiken
Obwohl die neuen Regelungen bereits seit 1,5 Jahren bekannt sind, könnte es dennoch zu Verwirrungen kommen. Verbraucher könnten Schwierigkeiten haben, die neuen Verpackungen von den alten zu unterscheiden. Insbesondere die geringere Beschichtung der Pizzakartons könnte dazu führen, dass diese schneller durchweichen oder Fettflecken aufweisen. Auch wenn ein Tropfen Öl auf der Verpackung länger stehen bleibt, könnte dies ein Hinweis auf eine PFAS-Beschichtung sein, jedoch ist dies kein eindeutiger Beweis.
Was besagt die PPWR?
Die PPWR schafft europaweit einheitliche Vorgaben für Verpackungen. Ziel ist es, die Umweltverträglichkeit über den gesamten Lebenszyklus der Verpackungen zu verbessern. Die Regelung soll dazu beitragen, die Recyclingfähigkeit zu erhöhen und die Menge an Verpackungsabfällen zu reduzieren.
Was bedeutet das im Alltag?
Die neuen Vorschriften werden sich auf verschiedene Verpackungen auswirken. Ab dem 12. August 2026 müssen Verpackungen, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen, strengen PFAS-Grenzwerten entsprechen. Für jede einzeln nachgewiesene Verbindung gilt ein Grenzwert von 25 ppb, während die Summe aller Verbindungen bei 250 ppb liegen darf. Der gesamte PFAS-Gehalt darf 50 Milligramm pro Kilogramm nicht überschreiten.
Was sind PFAS?
PFAS sind künstlich hergestellte Chemikalien, die aufgrund ihrer wasser-, schmutz- und fettabweisenden Eigenschaften in vielen Produkten eingesetzt werden. Diese Chemikalien sind jedoch problematisch, da sie gesundheitliche Risiken bergen und schwer abbaubar sind. Sie werden daher auch als Ewigkeitschemikalien bezeichnet.
Was gilt für Unternehmen?
Unternehmen müssen sich mit den neuen Anforderungen der PPWR auseinandersetzen. Je nach Rolle als Erzeuger, Hersteller oder Händler müssen sie sicherstellen, dass ihre Verpackungen den neuen Vorschriften entsprechen. Dies umfasst unter anderem die Erstellung von Konformitätserklärungen und die Registrierung im Verpackungsregister LUCID. Zudem könnte die deutsche Brotkultur im Umbruch eine Rolle spielen, da neue Verpackungsvorschriften auch die Art und Weise beeinflussen, wie Lebensmittel verpackt und verkauft werden.
Welche Vorgaben gelten noch?
Die EU-Verpackungsverordnung sieht weitere Schritte vor, die schrittweise in Kraft treten werden. Ab dem 12. Februar 2027 müssen Lebensmittelhändler beispielsweise mitgebrachte Behälter befüllen, sofern diese hygienisch geeignet sind. Ab dem 12. August 2028 wird eine Kennzeichnungspflicht zur Materialzusammensetzung eingeführt, um das Recycling zu erleichtern. Ab 2030 sind bestimmte Einwegkunststoffverpackungen verboten, und es gelten strengere Vorgaben zur Reduzierung des Verpackungsvolumens. Diese Entwicklungen könnten auch im Kontext von Zukunftsmodellen wie der 48-Stunden-Woche betrachtet werden, die ebenfalls Auswirkungen auf die Arbeitsweise in der Lebensmittelbranche haben könnten.
Zusätzlich wird die Situation durch geopolitische Faktoren beeinflusst, wie etwa die Fortschritte in Chinas neuem Chip-Programm, das Europa unter Druck setzt und möglicherweise auch die Verpackungsindustrie betrifft.
„`
Quellen: t-online
Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.