Die aktuelle Betrugsmasche auf WhatsApp, die sich hinter einer scheinbar harmlosen Abstimmungsaufforderung verbirgt, stellt eine ernsthafte Bedrohung für die Konten vieler Nutzer dar. Die Polizei in Nordrhein-Westfalen hat eindringlich vor dieser betrügerischen Vorgehensweise gewarnt, die darauf abzielt, persönliche Daten zu stehlen und finanziellen Schaden zu verursachen.
Die Methode der Betrüger
Momentan kursiert eine manipulative Nachricht in WhatsApp, die mit einem emotionalen Aufruf zur Abstimmung für eine bestimmte Person beginnt. Diese lautet beispielsweise: „Hallo, könntest du bitte für Klara abstimmen? Sie ist die Tochter von engen Freunden von mir, und dieser Sieg ist für ihre Familie sehr wichtig! Es geht um ein Stipendium für ihre Ausbildung. Vielen, vielen Dank im Voraus für deine Unterstützung!“ Diese Nachricht enthält typischerweise einen Link, der jedoch nicht zu einer echten Abstimmung führt, sondern darauf abzielt, die Kontrolle über das WhatsApp-Konto des Opfers zu erlangen.
Der Ablauf der Betrugsmasche
Laut der Faktencheck-Organisation Mimikama zeigt sich der betrügerische Ablauf in mehreren Phasen:
- Die Ködernachricht: Diese erzeugt durch emotionale Ansprache einen Druck auf den Empfänger, sich an einer Abstimmung zu beteiligen.
- Der Klick auf den Link: Ein Klick auf den angegebenen Link führt den Nutzer zu einer gefälschten Anmeldeseite.
- Die Datenabfrage: Hier fordert die Seite die Telefonnummer und einen Verifizierungscode an, die für die Übernahme des Kontos erforderlich sind.
- Die Übernahme: Durch die Eingabe des Codes verknüpft der Nutzer unwissentlich das Gerät der Betrüger mit seinem eigenen WhatsApp-Konto, wodurch die Kontrolle über das Konto übertragen wird.
Folgen der Konto-Übernahme
Sobald die Betrüger Zugriff auf ein Konto haben, nutzen sie es, um im Namen des Opfers Nachrichten an dessen Kontakte zu versenden. Oft werden dabei erneut ähnliche Abstimmungen oder dringende Geldforderungen formuliert. Auch in Nordrhein-Westfalen sind bereits zahlreiche Fälle bekannt geworden. Die Polizei in Soest warnte vor diesem Phänomen, das auch als „Ghost Pairing“ bezeichnet wird. Besonders perfide dabei ist, dass das betroffene Smartphone weiterhin normal funktioniert, sodass die Opfer oft keinen unbefugten Zugriff bemerken.
Empfehlungen der Polizei
Um sich vor solcher Betrugsmasche zu schützen, empfiehlt die Polizei folgende Maßnahmen:
- Keine Links aus unerwarteten Nachrichten anklicken, selbst wenn diese von vermeintlichen Freunden stammen.
- Niemals einen Bestätigungscode oder eine Geräteverknüpfung akzeptieren, die nicht bewusst initiiert wurde.
- Bei ungewöhnlichen Nachrichten Kontakt über andere Kommunikationswege aufnehmen.
- Regelmäßig die Einstellungen unter WhatsApp → Verknüpfte Geräte überprüfen und unbekannte Geräte abmelden.
- WhatsApp sowie das Betriebssystem des Smartphones stets auf dem neuesten Stand halten.
- Die Zwei-Schritt-Verifizierung aktivieren.
Wer den Verdacht hat, dass sein Konto kompromittiert wurde, sollte umgehend die eigenen Kontakte informieren, um zu vermeiden, dass diese auf betrügerische Nachrichten reagieren.
Eine ähnliche Betrugsmasche, die sich als Spendenaktion tarnte, führte kürzlich in Hamm-Heessen und Hamm-Rhynern dazu, dass zwei Frauen Geld verloren. Weitere Informationen zur Umwandlung zum Pfändungsschutzkonto und wie man sich vor Online-Missbrauch schützt, finden Sie in unserem Artikel Wo Kinder Vertrauen. Außerdem gibt es neue Funktionen in WhatsApp, die Sie interessieren könnten: WhatsApp-Status.
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Quellen: wa
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