Aosta (Italien) – Am Matterhorn, einem der ikonischsten Gipfel der Alpen, wird die 38-jährige kanadische Bergläuferin Kalie McCrystal seit dem 1. September vermisst. Ihr Versuch, den Berg über die anspruchsvolle Südseite in rekordverdächtiger Zeit zu besteigen, endete in einer dramatischen Suchaktion durch italienische Rettungskräfte.
McCrystal hatte vor ihrem Abenteuer auf Instagram angekündigt, den Aufstieg über den Liongrat in weniger als fünf Stunden bewältigen zu wollen. Am Dienstag war sie allein auf der italienischen Seite des Berges unterwegs. Ihr letzter bekannter Standort ist ein Foto, das sie in einer Höhe von fast 4000 Metern zeigt, von dem seitdem kein Lebenszeichen mehr ausgeht.
Suchaktion unter erschwerten Bedingungen
Die Bergrettung hat mit intensiven Suchmaßnahmen begonnen, jedoch erweist sich die Suche als besonders herausfordernd. Die Bergläuferin trug weiße Kleidung, was ihre Auffindung in der schneebedeckten Umgebung erschwert. Laut den Einsatzkräften ist die Kombination aus Kleidung und den widrigen Wetterverhältnissen problematisch. Zudem blieben Versuche, ihr Mobiltelefon zu orten, bislang erfolglos.
Über Kalie McCrystal
Nach Angaben eines italienischen Fernsehsenders gilt McCrystal als eine der erfolgreichsten Bergläuferinnen Kanadas. Im Jahr 2026 sicherte sie sich den Sieg beim Rennen „4 Refugios Non-Stop“ in Argentinien, einem herausfordernden Wettkampf über etwa 40 Kilometer mit 3350 Höhenmetern im Anstieg.
Die Suche nach Kalie McCrystal bleibt weiterhin in vollem Gange, während ihre Familie und Freunde in großer Sorge auf Neuigkeiten warten. Ähnlich dramatische Situationen, wie die der Bergläuferin, sind nicht selten. So berichteten wir kürzlich von der Himalaya-Flut, die zahlreiche Leben forderte und viele Menschen vermisst zurückließ. Auch die Entdeckung einer Frauenleiche am Fluss sorgte für Aufsehen. In einem anderen Fall war eine Familie aus München in Italien in eine Notlage geraten.
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Quellen: Bild
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