Stellenabbau bei Bilfinger: Reaktion auf herausfordernde Marktbedingungen
Thomas Schulz, Vorstandschef von Bilfinger, äußerte sich besorgt über die aktuelle Situation des Unternehmens und erklärte:
„Die Geschäftsentwicklung hat im Sommer nicht den Erwartungen entsprochen.“
Der Mannheimer Industriedienstleister hat angekündigt, weltweit 1.500 Arbeitsplätze abzubauen, was auf die anhaltend schwache Auftragslage zurückzuführen ist, die durch den Konflikt im Iran zusätzlich belastet wird.
Gründe für die Personalreduzierung
Die Effekte des Iran-Kriegs haben sich als gravierender erwiesen als zunächst vermutet. Im dritten Quartal zeigten sich die Kunden zurückhaltend und vergaben weniger neue Aufträge und riefen auch weniger Leistungen aus bestehenden Verträgen ab. Diese Zurückhaltung hatte zur Folge, dass die Auslastung der Mitarbeiter unter den erforderlichen Standards lag, was die Renditen beeinträchtigte.
Kosten des Stellenabbaus und Sparmaßnahmen
Der Stellenabbau wird Bilfinger voraussichtlich 75 Millionen Euro kosten, die als Rückstellung im vierten Quartal verbucht werden. Zur Steigerung der Flexibilität plant das Unternehmen die Einführung eines Sparprogramms mit dem Titel „Agile“, das eine schnellere Reaktion auf zukünftige Marktveränderungen ermöglichen soll.
Überarbeitung der Umsatzprognosen für 2026
Die Umsatzprognose für 2026 wurde ebenfalls angepasst. Bilfinger rechnet nun mit einem Umsatz zwischen 5,3 und 5,7 Milliarden Euro, was eine Reduzierung im Vergleich zu den vorherigen Schätzungen darstellt. Zuvor hatte das Unternehmen mit einem Umsatz von 5,4 bis 5,9 Milliarden Euro kalkuliert. Auch die Umsatzrendite vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen wird nach unten korrigiert und soll nun zwischen 3,2 und 3,6 Prozent liegen.
Ziele des Unternehmens trotz Herausforderungen
Ungeachtet der gegenwärtigen Schwierigkeiten hält Bilfinger an den Mittelfristzielen für 2030 fest. Das Unternehmen beabsichtigt, den Umsatz jährlich um acht bis zehn Prozent zu steigern. Schulz betonte, dass es notwendig sei, die Kapazitäten an die veränderten Marktbedingungen anzupassen, um die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern.
Quellen: t-online, Handelsblatt
Bildquelle: Hubert Berberich (HubiB) via Wikimedia Commons (Public domain)
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