Die zentrale Frage am heutigen Freitag ist, ob der DAX die Schwelle von 25.000 Punkten überschreiten kann. Der Handelsverlauf wird maßgeblich von aktuellen Konjunkturdaten geprägt, die für die Anleger von großer Bedeutung sind.
Marktanalyse zum Wochenschluss
Der deutsche Leitindex eröffnet den Handel mit einer leichten positiven Tendenz. Aktuellen Schätzungen des Brokers IG zufolge könnte der DAX um 0,3 Prozent zulegen, was ihn über die Marke von 25.000 Punkten führen würde.
Am Vortag musste der Index jedoch einen Rückgang von 1,03 Prozent hinnehmen und schloss bei 24.939 Punkten.
Ölpreise steigen weiter
Auf dem Rohölmarkt zeigen die Preise erneut einen Aufwärtstrend. Der Preis für das Nordseeöl Brent liegt aktuell bei 102,52 Dollar je Barrel (159 Liter), während das US-Öl WTI bei 92,85 Dollar gehandelt wird.
Hintergrund für den Preisanstieg ist ein Exportstopp von Ölprodukten aus chinesischen Raffinerien. Laut Informationen könnte dieser Schritt, der in Verbindung mit den bereits angespannten Kraftstoffmärkten infolge des Iran-Kriegs steht, für zusätzliche Verunsicherung sorgen.
„Das chinesische Exportverbot deutet auf Sorgen um die Verfügbarkeit von Produkten auf dem heimischen Markt hin“, erläuterte Giovanni Staunovo, Analyst bei UBS.
Auswirkungen der Eurozonen-Inflation
Die hohen Öl- und Gaspreise werden voraussichtlich auch bei der Veröffentlichung der Inflationsdaten im Euroraum deutlich. Experten erwarten für die EU-Verbraucherpreise im September einen Anstieg auf 3,6 Prozent, während der Wert im August bei 3,2 Prozent lag. Die Europäische Zentralbank hat bereits auf die steigende Inflation infolge des Iran-Kriegs reagiert und in diesem Jahr zwei Zinserhöhungen vorgenommen. Es wird erwartet, dass weitere Maßnahmen folgen, um dem Preisauftrieb entgegenzuwirken. EZB-Chefin Christine Lagarde betonte jedoch, dass Energiepreise und Zinsen nicht parallel steigen sollten.
Zinsängste in Japan
In Japan belasten überraschend hohe Inflationsdaten und Gewinnmitnahmen nach dem jüngsten Sechs-Wochen-Hoch die Marktstimmung. Die Kerninflation in Tokio stieg im September auf 2,7 Prozent, was die Erwartungen auf weitere Zinserhöhungen der Bank of Japan (BOJ) Ende Oktober anheizt.
„Die Inflationszahlen sind stark und zeigen, dass die Unternehmen die steigenden Kosten durch den schwachen Yen und den Iran-Krieg stetig weitergeben“, erklärte Yoshiki Shinke, Analyst vom Dai-ichi Life Research Institute.
Die Notenbank hatte kürzlich die Zinsen auf den höchsten Stand seit 31 Jahren angehoben. Der Notenbankchef betonte, dass das Hauptaugenmerk nun darauf liege, ein Überschießen der Inflation zu verhindern, was die Möglichkeit weiterer Zinsschritte eröffnet.
Der Nikkei-Index in Tokio fiel um 0,9 Prozent auf 68.326 Punkte, während der breiter gefasste Topix um 1,0 Prozent auf 4.089 Zähler nachgab. Die Börse in Shanghai blieb feiertagsbedingt geschlossen.
Marktreaktionen in den USA
In den USA sorgten robuste Wirtschaftsdaten zunächst für Besorgnis, dass die US-Notenbank Fed weitere aggressive Zinserhöhungen anstreben könnte. Die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fiel auf 197.000 und lag damit fast auf dem prognostizierten Niveau von 200.000. Zudem deutete der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe auf anhaltenden Preisdruck hin.
Positive Impulse kamen durch eine Stellungnahme des stellvertretenden Fed-Vorsitzenden Philip Jefferson, der andeutete, dass die Zentralbank nach der Zinserhöhung im September geduldig sein könnte, bevor sie weitere Anpassungen vornimmt. Dies führte zu einer unmittelbaren Reaktion auf dem Anleihemarkt, wo die Rendite der zweijährigen US-Staatsanleihe um etwa zehn Basispunkte fiel.
Die US-Börsen schlossen leicht im Plus, wobei der Dow-Jones-Index minimal bei 50.926 Punkten zulegte. Der S&P 500 stieg um 0,2 Prozent auf 7.666 Zähler, während der Technologiewerte-Index Nasdaq nahezu unverändert bei 26.871 Punkten blieb.
Blick auf bevorstehende Konjunkturdaten
Auch heute richten sich die Blicke der Anleger auf Konjunkturdaten aus den USA. Für den Job-Report wird ein Stellenplus von 90.000 erwartet, nachdem im August 162.000 Arbeitsplätze geschaffen wurden. Die US-Notenbank Federal Reserve betrachtet diese Zahlen als entscheidend, um Vollbeschäftigung und stabile Preise zu gewährleisten. Ende September hatte sie den Leitzins auf eine Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent angehoben.
Quellen: tagesschau
Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.