Die Verschärfung der US-Sanktionen gegen den Iran hat bereits vor ihrem offiziellen Inkrafttreten weitreichende Folgen für den Flugverkehr in der Region. Die US-Regierung plant, iranische Fluggesellschaften global zu isolieren, was bereits erste Reaktionen hervorgerufen hat. Iran berichtet von Tankerexplosion in der Straße von Hormus – Sicherheitslage verschärft sich.
Einfluss auf den Flugverkehr
Nach Angaben der iranischen Zivilluftfahrt zeigen sich die Auswirkungen der neuen Sanktionen auf den Luftverkehr bereits einen Tag vor deren Inkrafttreten. Ein britisches Unternehmen, das den Flughafen Bagdad betreibt, hat aus Sorge vor möglichen Sanktionen am Dienstag die „Einschränkung und Streichung“ iranischer Flüge angeordnet. Dies erklärte ein Sprecher der iranischen Zivilluftfahrt laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna.
Die irakische Regierung hat ebenfalls signalisiert, dass sie die US-Maßnahmen respektieren wird. Der Sprecher der iranischen Zivilluftfahrt äußerte die Hoffnung, die gestrichenen Flüge nach Bagdad auf den Flughafen Nadschaf umleiten zu können, der bei iranischen Pilgern als beliebtes Ziel gilt.
Reaktionen auf die US-Drohungen
US-Finanzminister Scott Bessent hatte am Montag angekündigt, dass ab dem 23. September iranische Airlines „weltweit lahmgelegt“ würden. Er drohte Ländern mit einem Ausschluss aus dem Dollarsystem, falls sie dem Iran Kerosin zur Verfügung stellen oder die Bodenabfertigung für iranische Flugzeuge durchführen.
Zusätzlich zu Bagdad hat auch die Hauptstadt des Oman, Maskat, bereits keine iranischen Flugzeuge mehr aufgenommen. Laut der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim werden allerdings die meisten internationalen Flüge, darunter auch die nach Istanbul, weiterhin planmäßig durchgeführt. Die iranische Fluggesellschaft Iran Air berichtete zudem, dass ihr keine offiziellen Anweisungen von den türkischen, aserbaidschanischen oder irakischen Behörden über eine Aussetzung des Flugverkehrs vorgelegt wurden. Wie wirkt sich die Munitionsknappheit auf die US-Armee im Iran-Konflikt aus?
Auswirkungen auf andere Länder
In Georgien, einem Land im Kaukasus, sind seit Montag alle iranischen Flüge in seinem Luftraum untersagt. Die private iranische Fluggesellschaft Mahan Air hat aufgrund einer Anfrage der türkischen Behörden bereits Maßnahmen ergriffen, um ihre Flüge ins Nachbarland auszusetzen. Containerkrise in Kuba: US-Politik behindert internationale Handelsbeziehungen.
Im Iran existieren insgesamt 27 Fluggesellschaften, wobei die meisten von ihnen Inlandsflüge anbieten. Iran Air und Mahan Air sind die beiden bedeutendsten Airlines mit internationalen Verbindungen, unter anderem zu Nachbarländern sowie nach Russland und China. Peking hat am Dienstag erklärt, dass es „einseitige, illegale Sanktionen“ ablehnt.
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Quellen: n-tv
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