Die extremen Temperaturen in den vergangenen Wochen haben die Getränkewirtschaft in Deutschland vor Herausforderungen gestellt. Die steigende Nachfrage nach alkoholfreien Getränken, insbesondere Mineralwasser, hat dazu geführt, dass Abfüller mit logistischen Schwierigkeiten zu kämpfen haben.
Steigende Nachfrage und logistische Engpässe
Mineralwasser-Abfüller berichten von einem signifikanten Anstieg der Abnahme aufgrund der Hitze. Laut einer Sprecherin des Verbands Deutscher Mineralbrunnen (VDM) in Bonn gibt es seit Ende Juni einen anhaltenden „Logistik-Engpass“. Die Verbraucher konsumieren mehr Mineralwasser als in normalen Zeiten, was die Abfüller vor Herausforderungen stellt.
Rückgabeverhalten der Verbraucher
Die erhöhte Nachfrage führt dazu, dass mehr Flaschen und Kästen verkauft werden, jedoch nicht in gleichem Maße zurückgebracht werden.
„Die Menschen bringen die Flaschen und Kästen nicht häufiger zurück, was zu einem kleinen Stau führt“,
erklärte die Sprecherin. Die Verbraucher werden daher aufgefordert, die leeren Behälter zeitnah zurückzugeben, um die Situation zu verbessern. Dies wird besonders wichtig, wenn man die aktuellen Herausforderungen in anderen Bereichen betrachtet, wie zum Beispiel bei einem Waldbrand in Hessen, der ebenfalls die Wasserversorgung betrifft.
Keine akuten Versorgungsengpässe
Obwohl die Abfüller mit logistischen Engpässen kämpfen, besteht laut der Sprecherin kein akuter Versorgungsengpass. Lediglich bei bestimmten Marken könnte es kurzfristig zu Verfügbarkeitsproblemen kommen. Dies wird jedoch durch eine gute Vorbereitung der Getränkeindustrie auf die Sommermonate gemildert.
Auswirkungen auf den Getränkegroßhandel
Der Getränkegroßhandel spürt ebenfalls die Auswirkungen der erhöhten Nachfrage. Der Bundesverband des Deutschen Getränkefachgroßhandels (BV GFGH) informierte, dass die Mitglieder im Vorfeld der Sommermonate ihre Lagerbestände erhöht hatten.
„Die größte Herausforderung liegt darin, den erhöhten Warenumschlag logistisch zu bewältigen“,
so der Sprecher des BV GFGH. Das Leergut müsse schnellstmöglich in den Kreislauf zurückgeführt werden, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. In diesem Zusammenhang ist es interessant zu beobachten, wie sich die deutsche Brotkultur verändert, da auch hier logistische Herausforderungen auftreten können.
Ausblick auf die Marktlage
Der Deutsche Brauer-Bund, der große Brauereien und regionale Verbände vertritt, sieht derzeit keinen Handlungsbedarf.
„Der Nachschub mit Leergut ist gesichert, Engpässe sind uns nicht bekannt“,
so die Aussage des Bundesverbandes. Die Situation in der Getränkewirtschaft bleibt somit angespannt, jedoch ohne akute Versorgungsrisiken für die Verbraucher. Auch die Änderungen der EU-Regeln könnten in Zukunft Einfluss auf die Branche haben.
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Quellen: t-online, web
Bildquelle: Naturpuur via Wikimedia Commons (CC BY 4.0)
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