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Wie wird sich die Modellvielfalt bei Volkswagen bis 2035 verändern?

Volkswagen plant, seine Modellpalette bis 2035 um die Hälfte zu reduzieren, um den hohen Entwicklungskosten und dem Wettbewerbsdruck zu begegnen. Aktuell umfasst das Angebot etwa 150 Modelle, die künftig auf rund 75 schrumpfen sollen.

Wie wird sich die Modellvielfalt bei Volkswagen bis 2035 verändern?
Bildquelle: Charles Gaudreault auf Unsplash

Der Volkswagen-Konzern plant, seine Vielfalt an Modellen drastisch zu reduzieren. Vor dem Hintergrund steigender Entwicklungskosten und anhaltendem Wettbewerbsdruck wird die Zahl der weltweit angebotenen Modelle von derzeit etwa 150 auf rund 75 gesenkt. Konzernchef Oliver Blume kündigte an, dass diese Umstellung bis 2035 abgeschlossen sein soll.

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Aktuelle Situation: Im Moment umfasst das Sortiment von Volkswagen global rund 150 unterschiedliche Modelle. Diese bevorstehende Reduzierung ist eine Antwort auf die Herausforderungen, denen sich die Automobilbranche gegenübersieht, die in den letzten Jahren eine stetige Zunahme der Modellvielfalt erlebt hat. Blume macht deutlich, dass das Ziel dieser Maßnahme darin besteht, Überschneidungen zu minimieren und die Produktionszahlen pro Modell zu steigern.

Hintergrund: Diese Entscheidung markiert einen fundamentalen Wandel in der Automobilindustrie, die über viele Jahre in eine gegensätzliche Richtung tendierte. Hersteller eröffneten ständig neue Nischen, teilten klassische Fahrzeugklassen weiter auf und entwickelten zusätzliche Karosserievarianten. Besonders in den letzten Jahren hat die Elektrifizierung der Fahrzeuge zur Modellvielfalt beigetragen, da sowohl neue Elektrofahrzeuge als auch traditionelle Verbrenner weiterhin im Angebot bleiben.

Die Entwicklung der Modellvielfalt beim Volkswagen-Konzern lässt sich durch die Zulassungsstatistiken des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) nachvollziehen. 2005 wurden für die vier Hauptmarken VW, Audi, Seat und Skoda insgesamt 27 Modellreihen registriert. Fünf Jahre später stieg diese Zahl auf 36 und 2015 auf 41. Im Laufe von zehn Jahren hat sich die erfasste Modellvielfalt somit um mehr als 50 Prozent erhöht.

Dieser Anstieg der Modellvielfalt spiegelt einen grundlegenden Wandel auf dem Automobilmarkt wider. In den frühen 2000er Jahren war das Angebot bei Volkswagen noch relativ überschaubar. Neben klassischen Volumenmodellen wie Polo, Golf und Passat existierten auch Modelle wie Touran und Sharan, die den damaligen Van-Boom verkörperten. Auch der Touareg sowie der 2005 eingeführte Audi Q7 gehörten zu den ersten großen SUVs. Zu jener Zeit umfasste Audis Portfolio laut KBA-Zählung sieben Modellreihen, während Skoda lediglich drei Modelle präsentierte.

In den folgenden Jahren erlebte das Angebot eine drastische Ausdifferenzierung. Neue Modelle wurden sowohl oberhalb als auch unterhalb der bestehenden Baureihen eingeführt. Audi erweiterte sein Sortiment um den Kleinwagen A1, die Coupé-Baureihe A5 sowie die mittelgroßen SUVs Q3 und Q5. Volkswagen lancierte mit dem späteren Bestseller Tiguan ein kompaktes SUV, während gleichzeitig Nischenfahrzeuge wie das Stahldach-Cabrio Eos und das Sportcoupé Scirocco verfügbar waren.

Am unteren Ende der Modellpalette entstanden später die Kleinstwagen VW Up, Skoda Citigo und Seat Mii. Skoda erweiterte sein zuvor eingeschränktes Angebot um den Crossover Yeti, den van-artigen Roomster und den budgetfreundlichen Kleinwagen Rapid.

Diese Entwicklung war nicht nur auf Volkswagen beschränkt. In der gesamten Automobilindustrie verschwammen die klaren Kategorien wie Kleinwagen, Kompaktklasse, Mittelklasse und Oberklasse zunehmend. Zu Limousinen, Kombis und Vans kamen diverse SUV-Varianten, SUV-Coupés, Crossover und zahlreiche Lifestyle-Modelle hinzu. Technische Baukastensysteme erleichterten zudem die Entwicklung mehrerer Modelle auf einer gemeinsamen Plattform.

Jedoch waren nicht alle neuen Modelle von dauerhaftem Erfolg gekrönt. Cabrios und Coupés wurden seltener, während klassische Vans an Beliebtheit gegenüber SUVs verloren und Kleinstwagen aufgrund niedriger Margen sowie steigender technischer Anforderungen zunehmend vom Markt verschwanden. Modelle wie Eos, Scirocco, die Oberklasselimousine Phaeton, der Retro-Käfer Beetle, der große Van Sharan und das Kleinstwagen-Trio Up, Citigo und Mii sind mittlerweile nicht mehr erhältlich.

Die Elektrifizierung der Fahrzeuge führte anfänglich zu einer weiteren Expansion des Angebots. Neben den bestehenden Verbrennern wurden eigenständige Elektro-Baureihen eingeführt: bei Volkswagen die ID-Familie, bei Skoda die Modelle Enyaq und Elroq, bei Audi die E-Tron- sowie die Q4/Q6-Modelle und bei Cupra die Modelle Born und Tavascan. In dieser Übergangsphase existieren somit alte und neue Antriebsarten parallel, wodurch die Anzahl der verfügbaren Produkte erneut ansteigt.

Der Trend zur Reduzierung der Modellvielfalt scheint jedoch von Dauer zu sein. Hohe Entwicklungskosten für die Elektrifizierung und Software, ein wachsender Wettbewerbsdruck sowie die Möglichkeit, durch gemeinsame Plattformen und Technikpakete größere Stückzahlen zu erzielen, machen eine Vielzahl ähnlicher Modelle weniger rentabel. Kurzfristig könnte die Auswahl für deutsche Kunden jedoch noch zunehmen, da chinesische Hersteller mit einer Vielzahl neuer Marken und Modelle auf den Markt drängen. Zudem plant Volkswagen einen drastischen Abbau von 50.000 Arbeitsplätzen, was die Situation weiter kompliziert.

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Quellen: n-tv, tz

Bildquelle: Bildquelle: Charles Gaudreault auf Unsplash

Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.

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